Kfz-Handwerk berät Zukunftsstrategien

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Frank Maurer

Fachkräftemangel ist auch im Waldeck-Frankenberger KFZ-Handwerk ein Thema. Aus diesem Grund lädt die Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Waldeck-Frankenberg ihre Mitgliedsbetriebe sowie deren Ausbildungskräfte zu einem KFZ-Ausbildertreffen in das Korbacher Berufsbildungszentrum

Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, wie die Betriebe des KFZ-Handwerks auf den drohenden Fachkräftemangel reagieren sollen, erklärt Frank Maurer, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Waldeck-Frankenberg: „Die Zahl der Schulabgänger geht seit diesem Jahr steil nach unten. Die daraus resultierenden Auswirkungen spüren die meisten Autohäuser schon jetzt. Viele Ausbildungsplätze können heute nicht mehr durch motivierte und qualifizierte Auszubildende besetzt werden. Dem KFZ-Handwerk droht ein akuter Facharbeitermangel. Deshalb wollen wir den Umgang mit dieser Problematik nun offensiv diskutieren.“

Das sieht auch Konrad Trusheim, der Lehrlingswart der Waldeck-Frankenberger KFZ-Innung, so. Nicht ohne Grund sei die Zeit des klassischen KFZ-Mechanikers vorbei, sagt Trusheim: „Der Ausbildungsgang heißt heute KFZ-Mechatroniker. Der Anteil zu beherrschender Elektronik wird in modernen Autos immer größer. Nicht nur deswegen wird die Ausbildung in unserem Handwerk immer anspruchsvoller. Deswegen müssen wir uns intensiv mit der Frage auseinandersetzen, wie wir die richtigen Lehrlinge finden. Dabei ist für uns völlig klar, dass wir schon ganz am Anfang, nämlich an den Schulen, ansetzen müssen.“

Die KFZ-Innung habe daher auch in diesem Jahr, so Trusheim weiter, einen speziellen Einstellungstest für angehende Bewerber initiiert: „Das KFZ-Handwerk hat künftigen Schulabgängern damit die Chance geboten, schon vor der eigentlichen Bewerbung zu testen, ob sie für einen entsprechenden Ausbildungsgang geeignet sind. Denn schon diese Frage ist für uns wichtig und soll auch beim Ausbildertreffen diskutiert werden: Wie findet man als Ausbildungsbetrieb die passenden Bewerber?“

Dabei sei es wichtig, dass die Betriebe des KFZ-Handwerks sich auch in Waldeck-Frankenberg als attraktive und zukunftsfähige Ausbildungspartner präsentieren, meint der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Gerhard Brühl: „Junge Leute kommen nur zu uns, wenn sie den jeweiligen Betrieb als attraktiv, spannend oder gar herausfordernd betrachten. Dazu soll ihnen etwas geboten werden. (nh/uli)

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