So klappt’s mit dem Job

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Das war interessant: Schüler und Eltern nahmen an der Veranstaltung zum Thema Berufe im Hörsaal der Gesamtschule teil.

Wie geht es nach der Schule weiter? Wie finde ich den idealen Beruf? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Informationsveranstaltung in der Gesamtschule Guxhagen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Café Beruf“, an der etwa 150 Schüler sowie deren Eltern teilnahmen.

Ausgerichtet wurde sie vom Förderverein der Gesamtschule, der Körler Firma Hagu Dachservice und der Firma B. Braun in Melsungen.

Auch wenn B. Braun ein Weltkonzern mit über 41 000 Mitarbeitern, die andere Firma ein mittelständischer Betrieb mit einer überschaubaren Zahl von Angestellten ist, zeigten sich doch einige Parallelen auf. Beide Firmen sind Familienbetriebe, und beide vertreten die Philosophie, dass jedem jungen Menschen eine Chance eingeräumt werden muss. „Uns ist es egal, ob der Bewerber Abitur, einen Realschul- oder Hauptschulabschluss hat“, so Cedric Prechtl, Juniorchef der Firma Hagu. „Für uns ist es wichtig, dass ein junger Mensch Interesse an seinem zukünftigen Beruf hat, Lernbereitschaft zeigt und sich mit seiner Firma identifiziert. Dies schafft ein gutes Arbeitsklima und garantiert für ordentliche Arbeit.“

Dies gilt auch für Bewerber bei der Firma B. Braun. Es habe nicht immer derjenige die besten Chancen, der das beste Zeugnis vorweisen könne, machte Susanne Hain, Teamleiterin für die kaufmännische Ausbildung, deutlich.

Mehr noch als gute Noten zähle das Interesse, in einem Betrieb wie B. Braun mitzuarbeiten und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen. Günstig für ein Bewerbungsgespräch sei es, wenn man sich vorher genau über den Betrieb informiere.

Wer auf die Frage was B. Braun denn herstelle, „Rasierapparate“ antworte, habe es schwer, den angestrebten Ausbildungsplatz zu bekommen. Susanne Hain und die drei Auszubildenden Lisa-Marie Deter, Lena Otto und Michl Lamparter zeigten an Filmbeispielen, Powerpointpräsentationen und durch Beschreibung der eigenen Ausbildung welche Möglichkeiten bei dem Melsunger Unternehmen geboten werden.

Sowohl Berufe, die mit dem Hauptschulabschluss, dem Realschulabschluss oder auch mit dem Abitur erlernt werden können, wurden vorgestellt. Darüber hinaus wurde auf die Möglichkeit hingewiesen, ein Studium im Praxisverbund zu absolvieren. Überrascht zeigten sich viele Schüler darüber, dass man auch im Handwerk gutes Geld verdienen kann. „Wenn ein Handwerksbetrieb qualitativ gute Arbeit abliefern will, benötigt er gute Mitarbeiter. Und die können nur gehalten werden, wenn man übertarifliche Gehälter zahlt. Die Konkurrenz im Handwerk ist groß, und gute Leute werden gesucht“, erklärte Cedric Prechtl.

Im Anschluss hatten Eltern und Schüler noch Gelegenheit, mit den Firmenvertretern Gespräche zu führen, die auch individuelle Fragen beantworteten. Im kommenden Frühjahr plant der Förderverein eine Fortsetzung dieser Veranstaltungsreihe. (mso)

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