Handwerks-Lehrlinge übten Arbeiten an historischen Baubeständen

Klimaschutz in der Ausbildung

+
In der Ausbildung: Die angehenden Maler und Tischler mit ihren Übungsmodellen.

Klimaschutz als Teil der Berufsausbildung: Das war in den vergangenen Wochen Ziel der Maler- und Tischler-Werkstätten des Berufsbildungszentrums der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg.

Auszubildende des zweiten und dritten Lehrjahres lernten gewerkeübergreifend, Bauelemente im historischen Bestand instand zu setzen und zu restaurieren.

Besondere berücksichtigten sie die Bauanschlussfuge im Wechsel der Jahrhunderte bis hin zum heutigen Stand. Die Projektinhalte waren eine Ergänzung zu den Lernfeldern der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung von Malern und Tischlern.

Die zuständigen Werkstattleiter Martin Goedecke und Detlef Simon betreuten die angehenden Maler und Tischler. Um die Problematik der unterschiedlichen Bauelemente in einem Fachwerkhaus zu bündeln, stand das Holzfenster als fassadengestaltendes Bauelement im Mittelpunkt. Dadurch sollte nach Auskunft der beiden Werkstattleiter das Bewusstsein für den Erhalt historischer Bausubstanz mit zeitgemäßen Konstruktionsverbesserungen im Zeitalter des Klimawandels gefördert werden.

Fenster renovieren

Jeder Teilnehmer erhielt ein vorgefertigtes Übungsmodell, das aus einem Fensterflügel mit Sprosse und einem Fensterrahmen bestand. An diesem Übungsmodell wurde die Fensterrenovierung vermittelt. Außerdem arbeiteten die Teilnehmer an Originalmodellen gearbeitet. Darüber erstellten sie eine Bestandsdokumentation mit Farbschichtenanalyse. Fachvorträge über Leinölfarben und Bauphysik mit der Unterstützung von Partner-Unternehmen wie Caparol und Tremco-Illbruck rundeten das Projekt ab.

Der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg Gerhard Brühl war mit dem Klimaschutz-Projekt zufrieden: „Den Teilnehmern wurde das Bewusstsein vermittelt, historische Bestände zu erhalten und zu schätzen. Das ist gerade im Handwerk sehr wichtig, denn natürlich gehört auch der Erhalt historischer Bausubstanz zu unseren Aufgaben.“

Das Projekt wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung sowie durch den Europäischen Sozialfonds. (nh/srs)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.