Konjunkturumfrage: Branche optimistisch

Handwerk startet stark ins neue Jahr

Das Handwerk in Nordhessen floriert und ist stark ins neue Jahr gestartet. Das ist das Ergebnis der Konjunkturumfrage unter 800 Betrieben Ende vergangenen Jahres.

Demnach stiegt der Geschäftsklima-Index, der sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen abbildet, gegenüber der Vorjahresumfrage um 3,2 auf 116,4 Punkte. Daher geht die Handwerkskammer Kassel von einer positiven, stabilen Entwicklung im laufenden Jahr aus, zumal sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Deutschland und Europa verbessert haben.

82,9 Prozent der befragten Betriebe bezeichnen die aktuelle Geschäftslage als befriedigen oder gut. Ende 2012 taten dies nur 80,9 Prozent. Auch die Erwartungen für die kommenden drei Monate bleiben jahreszeitlichen Hemmnissen zum Trotz gut. 81,2 Prozent erwarten gute oder befriedigende Geschäfte. Im Vorjahr lag dieser Wert bei nur 76,1 Prozent.

Von der guten Konjunktur profitieren vor allem die Nahrungsmittelhandwerke und das Ausbaugewerbe. Auch bei industriellen Zulieferern und Dienstleistern läuft es rund. Klagen kommen angesichts der lahmenden Autokonjunktur lediglich von den Kfz-Werkstätten. Auch im Bauhauptgewerbe lief es zu Jahresende hin nicht besonders, was aber saisonale Gründe hat. Mit dem Ende des Winters dürfte die Kurve auch in dieser Branche wieder deutlich nach oben zeigen.

Im Schnitt hatten die Betriebe im letzten Quartal 2013 ein durchschnittliches Auftragspolster von sechs Wochen. Das war gegenüber dem Sommer und Herbst zwar eine Woche weniger, aber immer noch deutlich höher als das langjährige Mittel von fünf Wochen. 15,8 Prozent der Betriebe sprachen von einen höheren, 53 Prozent von einem gleichbleibenden Umsatz. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 77,2 (76,9) Prozent. Gut ein Viertel der Firmen meldete sogar Vollauslastung.

Das Handwerk in Nord- und Osthessen beschäftigt rund 85 700 Mitarbeiter – davon 7800 Auszubildende – in 16 000 Betrieben. Die setzen jährlich gut acht Milliarden Euro um. Das Handwerk ist nicht nur regional, sondern auch bundesweit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 2012 setzte die Branche mit gut einer Million Betriebe und 5,35 Mio. Beschäftigten 508 Mrd. Euro um. Zum Vergleich: Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau, der größte deutsche Industriezweig, beschäftigt 971 000 Menschen und setzte 201 Mrd. Euro um, die Autoindustrie hat 742 000 Mitarbeiter und setzte 357 Mrd. um. (von José Pinto)

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