Projekt Comparo

Beim Sanieren vieles lernen

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Das Haus zwei auf dem Kreisjugendhof in Rotenburg wird nach dem neuesten energetischen Standard saniert: Unser Foto zeigt die beteiligten Handwerker und Gäste vor dem Gebäude – von links – Michael Rudolph vom DGB Nordhessen, Projektmitarbeiter Jörg Hohmeister, Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker, Norbert Viereck, Helmut Hahn, Oliver Holstein, Sebastian Fend, Kreisbeigeordneter Heinz Schlegel und Kreistagsmitglied Torsten Wenzel.

Ein Haus auf dem Kreisjugendhof in Rotenburg wird zum Lehr- und Lernobjekt. Ein berufliches Bildungsangebot der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg macht das möglich: das Projekt Comparo.

„Wir nutzen die energetische Sanierung des Gebäudes zur Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter unserer Handwerksbetriebe“, sagte Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker beim Vorstellen der Maßnahme auf dem Kreisjugendhof.

Ziel sei es, theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen. Mit dem Vorhaben will die Kreishandwerkerschaft zugleich die Energiewende anschieben und in die Köpfe der Menschen bringen.

Landkreis stellt das Haus

Unterstützt wird das Bildungsprojekt im Umfang von 240 000 Euro vom Europäischen Sozialfonds, dem Land Hessen und von Sponsoren. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg stellt das Haus zwei auf dem Kreisjugendhof für die Sanierung zur Verfügung und beteiligt sich an den Materialkosten. Die Obergrenze sind 46 000 Euro.

Helfen will auch die Stadt Rotenburg. Die Erste Stadträtin Ursula Ender erwartet eine Förderung durch die EAM (Energieeffizienz Aktiv Mitgestalten). Die Stadt habe einen Antrag in Höhe von 10 240 Euro gestellt.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) befürwortet die Fort- und Weiterbildung. „Davon profitieren sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebe“, sagte Michael Rudolph, der Geschäftsführer des DGB in Nordhessen. Das Bildungsvorhaben sei zudem eine gute Möglichkeit, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

„Die Grundlage für die Erneuerung ist ein Energiegutachten.“ Zimmermeister Jörg Hohmeister stellte den praktischen Teil des Projekts vor. Im Rahmen der Fortbildung werden demnach Mitarbeiter aus den Handwerksbetrieben des Landkreises das Dach und die Wände des Hauses sanieren. Die Vorgabe: energieeffizient, umweltverträglich und altersgerecht nach dem neuesten Standard.

Begonnen wird mit einer Theorieschulung am 15. März, kündigte Hohmeister an. Danach startet die Erneuerung des Daches. Drei verschiedene Firmen sanieren im Anschluss die drei Wände.

Die gesamte Bauabwicklung wird nach einem Lehrplan vorgenommen, der in Modulform aufgebaut ist. Diese Lerneinheiten werden an eine modularisierte Qualifizierung zum Gebäudeenergieberater anschlussfähig sein. Weitere Module sollen das Konzept erweitern.

Das Bildungsangebot wird im Landkreis verfügbar sein. In drei Orten will die Kreishandwerkerschaft zudem über energetische Gebäudesanierungen informieren. Die Themen: Energieeffizienzgutachten, gesetzliche Änderungen und bautechnisch vernünftige Lösungen. (zvk)

Kontakt: Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg, Lehrbaustelle Bebra, Kerschensteinerstraße 2, Bebra, Telefon 0172/64 45 519, E-Mail: ralf.hammann@kh-hef-rof.de oder joerg.hohmeister@kh-hef-rof.de

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