Kreishandwerkerschaft hilft bei der Unternehmens-Übergabe

Tipps für die Nachfolge

+
Die Referenten der Impulsveranstaltung (von links): Prof.. Matthias Willems, Reinhard Bohlig, Roland Marx, Dirk Bödefeld, Susanne Hoffmann, und Bernd Blumenstein mit Kreishandwerkschafts-Geschäftsführer Kai Bremmer.

Unter dem Motto „Besser übergeben – als aufgeben!“ haben Handwerker aus demLandkreis an einer Impulsveranstaltung der Agentur für Betriebsübergabe der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg teilgenommen. Die Agentur berät und unterstützt Betriebsinhaber bei der Übergabe ihres Unternehmens.

Ziel der Impulsveranstaltung war es, Unternehmer frühzeitig zu sensibilisieren: „Vorausschauende Betriebsinhaber sollten sich mit spätestens 55 Jahren Gedanken darüber machen, wie die Übergabe des eigenen Unternehmens gestaltet werden kann“, sagte Projektleiterin Silke Nagel.

Den Auftakt machte der Korbacher Steuerberater Dirk Bödefeld mit dem Thema „Unternehmensnachfolge – Nutzung steuerlicher Gestaltungsmöglichkeiten noch in 2013“. Bödefeld informierte über steuerliche Folgen und Möglichkeiten bei der Gestaltung der Unternehmensnachfolge und über die Hintergründe von Verkauf und unentgeltlicher Nachfolge.

Firmenwert

Bernd Blumenstein, Betriebsberater bei der Handwerkskammer Kassel, berichtete über Unternehmenswertermittlung und stellte die Frage „Was ist Ihr Betrieb wert?“. Orientieren müsse man sich dabei an Ertragswert, Substanzwert und Firmenwert. Der Firmenwert bildet idealerweise die positive Differenz zwischen Ertrags- und Substanzwert. Blumenstein stellte Verfahren zu Wertermittlungen vor. Laut Blumenstein stehe im Handwerk ein Generationswechsel an. 30 Prozent aller selbstständigen Handwerker seien älter als 55 Jahre.

Über Haftungsproblematiken und Absicherung der Familie informierte Rechtsanwalt Reinhard Bohlig. Der Fachanwalt für Steuer- und Insolvenzrecht erklärte den gesetzlichen Regelungsbedarf aller Beteiligten: sowohl auf Seiten des Übergebers, als auch auf Seiten des Unternehmers.

Hinweise zur Sicherung der eigenen Altersversorgung gab Susanne Hoffmann vom Korbacher Büro der Deutschen Rentenversicherung. Durch die Anhebung der Altersgrenzen im Bereich der Regelaltersrente gebe es gerade bei Betriebsübergaben einiges zu beachten. Prof. Mattias Willems von der Technischen Hochschule Mittelhessen präsentierte die Möglichkeiten des Dualen Studiums bei der Suche nach Betriebsnachfolgern. Das Konzept Studium Plus biete viele Vorteile für kleine und mittlere Unternehmen: „Eines der kleinsten an Studium Plus beteiligten Unternehmen das ich kenne, hat nur vier Mitarbeiter. Trotzdem beschäftigt es einen dualen Studenten und profitiert von den Vorteilen des dualen Studiums.“

Laut Willems sind fast 500 Unternehmen an StudiumPlus beteiligt. Die Service-Angebote der Agentur für Betriebsübergabe stellte Roland Marx dar. (nh/akl)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.