Künstler aus der Keramikklasse

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Auffällig kastenförmig: Ein Plattengefäß von Jorgos Papazissis.

Wer die Keramikausstellung in der Galerie „Handwerksform“ besucht, muss mit Vorurteilen aufräumen, denn die Gestaltungskunst ist facettenreicher, als mancher Laie denkt. Wie unterschiedlich die Ansätze von Künstlern ausfallen, zeigt die Ausstellung „menzelstraße 13 – siebenmal Keramik aus Kassel“.

Die Handwerkskammer Kassel präsentiert Werke von sieben Künstlern, die in der Keramikklasse der Kunsthochschule Kassel ihr Studium absolvierten. Die Keramikklasse, angesiedelt in der Menzelstraße, existierte von 1954 bis 2004, die Studienwerkstatt Keramik, für alle Studierenden geöffnet, blieb dagegen erhalten. Geleitet wird sie von Werner Gnegel, dessen Objekte ebenfalls ausgestellt sind.

Gnegels mit Kristallglasur gefertigte Gefäße fallen durch ihre Farbigkeit ins Auge und stehen im Kontrast zu den bewusst schlichten Arbeiten Katrin Apels. Ihre Arbeitsweise hebt sich noch durch ein anderes Merkmal ab: Unter Verwendung von Glasplatten entsteht mit dem Brennen der Tonware eine neue Materialeinheit.

Obwohl die Stücke zu kostbar scheinen, legen einige den alltäglichen Gebrauch durchaus nahe. So sind von Katrin Bohnacker Teekannen zu sehen. Sie gibt den Gefäßen durch Schnitte eine charakteristische Oberfläche.

Der konkreten Verwendung am weitesten entrückt scheinen Jorgos Papazissis’ „Plattengefäße“, die durch ihre Kastenform auffallen.

Lutz Köneckes Spezialität ist die Gefäßmontage, so entsteht aus Einzelteilen eine Kanne. Caroline Bohlmann brennt in einem Holzofen – mit offenem Ergebnis. Ein weiterer Effekt: Guido Sengles Craquelé-Gefäße sind mit Rissen überzogen. 

Geöffnet bis 29. April montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr, freitags bis 15.30 Uhr. Handwerkskammer Kassel, Scheidemannplatz 2. (Stephanie Wolke)

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