Kunden setzen wieder auf den Meistertitel

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Meisterbetrieb: Die Nachfrage nach Meisterkursen im Schwalm-Eder-Kreis ist wieder gestiegen.

Der Meistertitel für Handwerker ist im Schwalm-Eder Kreis wieder gefragt. „Bei denen, die sich selbstständig machen wollen, und bei den Kunden“, sagt Wolfgang Scholz, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder. Das sei eine Trendwende.

Denn kurz, nachdem der Meisterzwang 2004 für 53 Berufe weggefallen war, sank die Nachfrage nach den Meisterkursen auch bei der Kreishandwerkerschaft im Landkreis.

„Es gab einen sehr starken Einbruch“, sagt Scholz. Die Folge: Es werden seit rund drei Jahren keine Meisterkurse mehr von der Kreishandwerkerschaft angeboten. Das soll sich schon bald ändern. „Wir werden die Kurse voraussichtlich nächstes Jahr wieder anbieten“, sagt Scholz.

Die Nachfrage sei deutlich gestiegen. Genaue Zahlen könne er nicht nennen, doch gebe es viele telefonische Anfragen. Für Scholz ist das eindeutig ein Indiz dafür, dass sich der Meistertitel bei den Betrieben und bei den Kunden als Qualitätsmerkmal durchgesetzt hat. „Die Teilnehmer wissen, dass sie in ihre Zukunft investieren, denn die Kunden haben ein Grundvertrauen in den Meistertitel“, sagt er.

In manchen Bereichen gebe es eine so große Zahl von Anbietern, dass es schwer sei, eine Auswahl zu treffen. Dann sei der Meistertitel eine Orientierungshilfe, sagt Scholz und nennt ein Beispiel. „Es gab nach 2004 im Landkreis bei den Fliesenlegern viele Neugründungen“, sagt er. 20 Meisterbetriebe habe es 2004 in dieser Branche gegeben. Jetzt seien es insgesamt rund 130 Fliesenlegerbetriebe im Landkreis, nur 22 davon seien Meisterbetriebe.

Allerdings heißt das nicht, dass die Betriebe ohne Meisterbrief schlechter arbeiten. „Ihnen fehlt aber oft das Basiswissen in Sachen Betriebsführung und Kalkulation“, sagt Scholz. Und eben der Vertrauensvorschuss der Kunden. (Von Maja Yüce)

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