Im Landkreis fehlen Lehrlinge auf dem Bau

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg zeichnet sich ein Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft ab. Dies sagt der Obermeister der Bauinnung, Herbert Dinger aus Rhoden. Auch die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) weist die Betriebe in Nordhessen darauf hin, unbedingt Auszubildende einzustellen und offensiv um sie zu werben.

„Das Problem ist, dass die Beschäftigten immer älter werden und der Nachwuchs an Spezialisten ausbleibt“, sagt Klaus-Dieter Körner, stellvertretender Regionalleiter Hessen bei der IG BAU. Diese Tendenz scheint sich auch im Landkreis abzuzeichnen, da laut Obermeister Dinger die Lage auf dem Bewerber-Markt „recht dünn“ sei. Während in den vergangenen Jahren mehr Bewerber als Stellen zur Verfügung standen, sei dies nun genau umgekehrt.

Über die Gründe kann Dinger nur spekulieren. Er glaubt aber, dass dies nicht nur im Baugewerbe so sei, sondern ein allgemeindes Problem des Handwerks. Auch Tischler-Lehrlinge würden beispielsweise noch gesucht. Für ihn sei das unverständlich, da die monatliche Vergütung für einen Lehrling im Baugewerbe mit 614 bis 1191 Euro vergleichsweise „lukrativ“ sei, sagt Dinger. Hinzu käme noch, dass aufgrund der dualen Ausbildung viel Abwechslung garantiert sei. Doch auch beim Bauunternehmen Pieper Hugo in Korbach gibt es ähnliche Probleme. Ein Sprecher der Firma sagte, dass man besonders im Bereich Rohrleitungsbauer Schwierigkeiten habe, die Lehrstellen zu besetzen. Dies liege oftmals an der geringen Zahl von Bewerbern.

Aber auch fehlende schulische Qualifikationen seien ein Thema bei Pieper Hugo. So musste etwa ein junger Mann seine Lehre zum Baugeräteführer aufgrund seiner schwachen schulischen Leistungen abbrechen und den Beruf wechseln, sagte der Sprecher.  

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