Sie lassen die Produktion laufen

+
In der Lehrwerkstatt: Frauke Syring vom Unternehmerverband (Zweite von links), Ausbilder Michael Steube (rechts) und Teambetreuerin Carolin Bregulla (Zweite von rechts) drücken Alexander Georgi (von links), Björn Heise, Martin Hütter und Tobias Ebert die Daumen.

Wenn die Produktion auf Hochtouren läuft, kann es schon mal zu Staus kommen, nämlich dann, wenn Fahrzeuge auf den nächsten Montageschritt warten.

Das ist den angehenden Elektronikern für Betriebstechnik, Tobias Ebert und Björn Heise, und den künftigen Mechatronikern Alexander Georgi und Martin Hütter während ihrer Ausbildung bei der Kasseler Rüstungsschmiede Rheinmetall Landsysteme aufgefallen.

Die Azubis haben einen Plan, wie man das besser machen kann: Ein funk- und satellitengestütztes Computerprogramm könnte helfen, den Produktionsprozess zu beschleunigen und Leerlauf zu vermeiden.

Mit diesem Konzept werden die Rheinmetall-Azubis als einzige Kasseler Bewerber beim Nachwuchswettbewerb „Meine Zukunft“ der hessischen Metall- und Elektroindustrie antreten. Am 28. Februar werden die Preise unter den 24 Lehrlingsteams, darunter sieben aus Nordhessen, vergeben.

Olympiade der Besten

Auszubildende der Firma Rheinmetall, die in Kassel in den gewerblich-technischen Berufen momentan 40 Lehrlinge ausbildet, haben schon zweimal bei dieser hessischen Olympiade der besten Metall- und Elektrolehrlinge vorn mitgemischt. Das soll auch diesmal klappen. „Wir schätzen, dass mit unserem Konzept 40 000 Euro pro Jahr eingespart werden können. Nach zwei Jahren hätte sich die Investition amortisiert“, sagt Björn Heise (22), der wie die übrigen Azubis im dritten Lehrjahr ist.

Die Software gibt einen Überblick über die Militärfahrzeuge, die gerade auf dem Gelände am Henschelplatz schrittweise montiert werden. „Das sorgt für mehr Transparenz in der Produktion“, sagt Alexander Georgi (23). Der Plan der Lehrlinge bezieht sich zunächst nur auf die Fahrzeugwanne. Später könne das Konzept auf die weiteren rund 1000 Baugruppen ausgedehnt werden.

Durch Verbesserungsvorschläge der 1800 Mitarbeiter spart das Unternehmen Millionen Euro an Kosten. Pro Jahr gingen mehr als 500 Ideen bei der Unternehmensleitung ein, sagt Carolin Bregulla von der Personalabteilung. (pdi)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.