Sie lassen es schäumen

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Sie wollen die Welt ein Bierchen besser machen: Katharina (39) und Bernd (42) Klöpper aus Gilserberg können Gäste hinter die Kulissen des Bierbrauens schauen.

Vor allem in Süddeutschland ist die Kultur der Hausbrauereien lebendig. Neben dem industriell hergestellten Gerstensaft wächst die Nachfrage an handwerklich gebrauten Bieren. Diese Tradition soll nun auch im Hochland aufleben.

Im kleinen Kellerwälder Brauhaus in Gilserberg bereiten Bernd und Katharina Klöpper ihren eigenen Gerstensaft zu: Im Ausschank sind Kellerwälder Helles, Dunkles Märzen, Weißbier sowie verschiedene Saisonbiere.

„Wir machen die Welt ein Bierchen besser“ – mit diesem Motto wollen sich der 42-jährige Tierarzt und seine 39-jährige Frau im Hochland einen Namen machen. Bis beide ihren ersten gebrauten Gerstensaft genießen konnten, verbrachten die Hobbybrauer viel Zeit in der Küche. „Wir haben uns das Brauen selbst beigebracht, viele Brauereien besucht, Bücher gewälzt und uns in Internet-Foren mit anderen Brauern ausgetauscht“, erzählt Bernd Klöpper, der im Hauptberuf in der Pharmaindustrie arbeitet.

Mildes aus dem Hochland

Das Bier aus dem Hochland zeichnet sich durch seine Milde aus: „Im Vergleich zum Pils hat das Kellerwälder nur 21 statt 35 Bittereinheiten“, erläutert der Hobbybrauer. Ein weiterer Unterschied liege in der Zubereitung: „Unser Bier wird nicht filtriert, also nicht nochmal hocherhitzt. Die natürlich angereicherte Kohlensäure sowie alle guten Inhaltsstoffe bleiben erhalten“, sagt Klöpper.

Durch seine Milde sei das Bier auch bei Weintrinkern beliebt, haben beide die Erfahrung gemacht. Vom Brautag bis zum Trinktag vergehen genau sechs Wochen.

Wert legen die Brauer auf die Qualität der Rohstoffe: „Alle kommen aus Deutschland – Malz und Hopfen aus dem Süden, Wasser aus Gilserberg“, verdeutlicht Katharina Klöpper. Gebraut wird je nach Bedarf. „Derzeit findet das ganze noch in der Küche statt, wo entweder gekocht oder gebraut wird. Ab August lagern wir die Brauerei aus“, erklären die Gilserberger.

Bei der Sudherstellung und allen weiteren Arbeitsschritten lassen sich Klöppers gern über die Schulter schauen. In einem etwa achtstündigen Braukurs kann sich jedermann in die Zubereitung des Gerstensaftes einweihen lassen. „Jeder Teilnehmer bekommt ein Bierrezept und das Sudprotokoll mit nachhause“, erklären die Hobbybrauer.

Herzhafte Küche

Katharina Klöpper bewirtet ihre Gäste mit selbstgemachten Spezialitäten. Den beim Brauen anfallende Treber verarbeitet die 39-Jährige zu einem deftigen Brot. Die Spezialität gehört mit Kräuterquark und Butter auf das so genannte Kellerwald- Brettl. Als Leckerei wird geröstetes Knuspermalz angeboten – süß oder salzig.

Geöffnet ist das Brauhaus nur nach Voranmeldung. Für Gruppen bieten die Klöppers Bierproben, Bierwanderungen und Besichtigungen an. (Sandra Rose)

Weitere Informationen: www.kellerwaelder.de

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