Kfz-Lehrlinge in Korbach

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Besuchten Deutschland: Handwerks-Lehrlinge aus Polen nehmen an einem Lehrlingsaustausch mit der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg teil.

Eine Gruppe polnischer Handwerks-Lehrlinge ist derzeit zu Gast in Korbach. Die angehenden Kfz-Mechatroniker nehmen an einem Lehrlingsaustausch zwischen der Schule Zespól Szkól Zawodowych in Swardesz bei Posen und der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg teil.

Innerhalb des dreiwöchigen Aufenthalts werden die Lehrlinge in der Kfz-Werkstatt des Berufsförderungswerk des Handwerks (BFH) unterwiesen, erklärt Kfz-Ausbilder Marco Böhmecke, der den Besuch beim BFH fachlich betreut: „Die polnischen Lehrlinge lernen hier zum Beispiel Diagnose und Instandhaltung an Brems- und Fahrwerksystemen oder Zündanlagen sowiedie Prüfung und Instandsetzung an Motormechanik oder Öl- und Kraftstoffanlagen.“

Zunächst habe, so berichteten Böhmecke und Wolfgang Schröder weiter, das gegenseitige Kennenlernen und Verständnis auf dem Programm gestanden: „Dazu diente vor allem ein Sprachkurs, in dem die Teilnehmer schon in Polen mit Hilfe einer Dolmetscherin unsere Sprache kennen lernten. Natürlich war auch das Kennenlernen der Region wichtig. Daher wurden Ausflüge nach Kassel, an den Edersee oder zum Rosenmontag nach Fritzlar unternommen.“

In der Region Posen bestehe ein großer Bedarf an Fachkräften im Kfz-Bereich, berichtet die für das BFH zuständige Abteilungsleiterin, Ursula Müller. „Volkswagen hat einen großen Standort in Posen aufgebaut, bildet dort aber selbst nicht aus. Daher sind Austausche wie dieser besonders werthaltig für die polnischen Lehrlinge. Natürlich durfte in diesem Zusammenhang auch eine Besichtigung des VW-Werks in Baunatal nicht fehlen.“

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Gerhard Brühl, bewertet den Besuch der polnischen Lehrlinge als sehr gelungen: „Es ist gerade im Handwerk sehr wertvoll, sich im Rahmen eines länderübergreifenden Austauschs neue Perspektiven und Freundschaften zu schließen. So etwas prägt ein Leben lang. Die Teilnehmer dieses Besuchs lernen hier, wie ihre Ausbildung beziehungsweise Arbeit in einem anderen Land und einem anderen Umfeld abläuft. In Zeiten eines gemeinsamen Europas ist das sehr wichtig.“

Bisher, so Brühl weiter, sei diese Integration sehr zufriedenstellend. „Ich höre nur Gutes aus unserer Kfz-Werkstatt. Die Lehrlinge sind mit Spaß und Fleiß bei der Sache. Durch den Sprachkurs ist zudem gewährleistet, dass auch die Kommunikation funktioniert“, sagt Gerhard Brühl. (nh/jmo)

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