Lernen im Tandem

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Erinnerungsfoto: Die Austausch-Teilnehmer mit ihren Betreuern sowie Handwerkerschaft-Geschäftsführer, Gerhard Brühl (vordere Reihe, ganz links) und Schulleiter Werner Schmal (vordere Reihe, ganz rechts).

Eine Gruppe französischer Handwerks-Lehrlinge ist derzeit zu Gast in Waldeck-Frankenberg und nehmen an einem Lehrlingsaustausch teil.

Die angehenden Landmaschinenmechaniker nehmen an einem Lehrlingsaustausch zwischen dem Lycée des Métiers René Caillié, einem beruflichen Gymnasium in Péronne, und dem Berufsförderungswerk des Handwerks sowie den Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen teil.

Innerhalb des dreiwöchigen Aufenthalts werden die jungen Lehrlinge vollständig in den beruflichen Alltag integriert, erklärt Henrike Sachse, die den Austausch bei der Kreishandwerkerschaft organisatorisch betreut: „Jeder deutsche Teilnehmer bekommt einen französischen Teilnehmer als Austauschpartner, bringt ihn unter und nimmt ihn auch mit in seinen Lehrbetrieb. Dabei lernt der französische Austauschpartner sowohl die Berufsausbildung in Deutschland, aber auch ganz normales Alltagsleben kennen.“

Sprachkurs

In der ersten Woche habe zunächst gegenseitiges Kennenlernen und Verständnis auf dem Programm gestanden: „Dazu diente vor allem ein so genannter Tandem-Sprachkurs, in dem die beiden jeweiligen Austauschpartner sich gegenseitig ihre Muttersprache beibringen. Aber auch eine Stadt-Rallye durch Korbach, eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Weidemann sowie ein Ausflug nach Willingen fanden statt.“

Mit Beginn der zweiten Woche seien die jungen Franzosen dann in die Betriebe ihrer Austauschpartner gegangen, berichtet der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Gerhard Brühl: „Es ist auch im Handwerk sehr wertvoll, sich im Rahmen eines transnationalen Austauschs neue Perspektiven und Freundschaften zu erschließen. So etwas prägt ein Leben lang. Die Teilnehmer des Lehrlings-Austauschs lernen hier, wie ihre Ausbildung beziehungsweise Arbeit in einem anderen Land und einem anderen Umfeld abläuft. In Zeiten eines gemeinsamen Europas ist das sehr wichtig.“

Bisher, so Brühl weiter, funktioniere diese Integration in den Betrieben sehr zufriedenstellend: „Ich höre nur Gutes aus den beteiligten Betrieben. Die Lehrlinge sind mit Freude und Engagement bei der Sache und nehmen komplett am Betriebsleben teil. Durch die Tandem-Sprachkurse ist zudem gewährleistet, dass auch die Kommunikation funktioniert. Wir sind stolz, dass dieser Austausch so gut funktioniert.“

Das bestätigt auch Werner Schmal, Schulleiter der Beruflichen Schulen: „Ein Lehrlings-Austausch ist für alle Beteiligten immer eine interessante Angelegenheit. Umso schöner ist es, wenn alles reibungsfrei klappt. Der europäische Gedanke wird auch hier gelebt: Beruflich, schulisch und menschlich.“ (nh/eds)

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