Uwe Loth: „Enorme Veränderungen“

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Uwe Loth, Obermeister der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Kassel

Uwe Loth Obermeister der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Kassel stand im Interview Rede und Antwort.

Wie hat sich das Handwerk im Bereich Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik in den letzten Jahren entwickelt?

Uwe Loth: Der Beruf hat eine starke Entwicklung in den Bereichen Service und Kundendienst erlebt. Egal ob die Sanitärinstallation, Heizungs- oder Klimatechnik, überall hat es enorme technische Veränderungen gegeben wodurch sich auch die Anforderungen an die Betriebe stetig erhöhen. In der Gestaltung von Bädern ist zum Beispiel schon seit geraumer Zeit ein Trend zu „Wohlfühlbädern“ zu sehen, weg vom normalen „Waschraum“, hin zu Bädern in denen Menschen Entspannung und Behaglichkeit finden. In der Heizungstechnik wird stetig daran gearbeitet effizientere Wärmeerzeuger zu installieren, Energiesparen und Umweltschutz sind beim Handwerk und seinen Kunden immer ein Thema bei der Auswahl eines neuen Heizungssystems. Die erneuerbaren Energien werden dabei immer mehr eingesetzt, eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung gehört mittlerweile zu einer modernen Anlagentechnik grundsätzlich dazu. Die Klima- und Lüftungstechnik ist ebenfalls ein sich stark entwickelnder Markt, durch immer dichtere Gebäude. Um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden, ist ein gut funktionierendes Lüftungskonzept unumgänglich. Gleichzeitig wird die Klimatisierung von vielen Gebäuden immer wichtiger, um ein gutes, gesundes und behagliches Lebensumfeld zu schaffen.

Sanitär Heizung Klima - Azubis der Oskar von Miller Schule in Kassel

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Überall wird von Fachkräftemangel gesprochen. Trifft das auch in Ihrem Bereich zu?

Uwe Loth: Im Berufsbild Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist auch bereits eine Tendenz zum Fachkräftmangel zu spüren. Zum Einen ist es mittlerweile nahezu unmöglich, gute Monteure auf dem „freien Markt“ zu finden, andererseits mangelt es auch massiv an guten Bewerbern für eine Ausbildung. Neben den teilweise unbefriedigenden schulischen Voraussetzungen sind auch immer wieder Defizite im Sozialverhalten feststellbar.

Welche Perspektiven bieten sich für interessierte junge Menschen für den Bereich der Ausbildung?

Uwe Loth: Für interessierte Bewerber mit entsprechende Voraussetzungen sind die Einstellungschancen sicherlich mit gut zu bewerten. Die Perspektive im Berufsbild ist ebenfalls positiv. Durch die oben genannten Entwicklungen erwarten wir für die Zukunft eine Bedarf an guten Mitarbeitern. (psh)

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