Mädchen ins Handwerk

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Ramona Laubach und Franziska Nied sind Azubis im Bäckerhandwerk, wo es keine Knochenjobs mehr gibt.

Am 14. April ist Girl's Day. Die Ankündigung des Mädchenzukunftstages, die Betriebe ermuntern will, Mädchen Einblick in eine bislang überwiegend männliche Arbeitswelt zu gewähren, hat die Gleichstellungsbeauftragte Thekla Rotermund-Capar in die Bäckerei Bechthold-Stange in Hoheneiche verlegt.

Hier wird die 17-jährige Franziska Nied aus Weißenborn zur Bäckerin ausgebildet und gekommen war gestern auch die gleichaltrige Ramona Laubach aus Wichmannshausen, die dort in der Bäckerei Dilchert Bäcker lernt. Martina Dilchert, engagiert bei den Unternehmerfrauen im Handwerk, hat nur weibliche Mitarbeiter und fährt glänzend damit. Rotermund-Capar kann bestätigen, das Mädchen allgemein mit besserem Schulabschluss die Lehre beginnen.

600 Euro verdient man im 2. Lehrjahr zum Bäcker, der Geselle beginnt mit 11,20 Euro Stundenlohn plus Nachtzulagen. An den Lebens-/Schlafrhythmus haben sich die beiden Azubis schon gewöhnt, andere schrecken davor zurück, beklagen Martin Stange und Martina Dilchert das mangelnde Interesse am Bäckerberuf. Das hat zumindest bei Mädchen zugenommen. 1965 waren zwei Prozent der Bäcker weiblich, 2009 wurden 20 Prozent registriert. Bei Schornsteinfegern haben Frauen im gleichen Zeitraum von null auf 13 Prozent zugenommen, weiß die Gleichstellungsbeauftragte, die „zum ersten Mal eine Backstube von innen sieht“. Der Girl's Day 2011 widmet sich schwerpunktmäßig gewerblich-technischen Berufen aus dem Handwerk. Über die Väter zu deren Arbeitgebern, die Lehrer oder die Kreishandwerkerschaft können sich interessierte Mädchen und Betriebe informieren und www.girlsday.de. (hm)

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