Matthias Pfeil: „Wirklicher Wille ist wichtig“

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Matthias Pfeil, Obermeister der Innung Maller und Lackierer Waldeck-Frankenberg: Er zeigt eine Akkustikdecke.

Matthias Pfeil, Obermeister der Innung Maler und Lackierer Waldeck-Frankenberg stand im Interview Rede und Antwort.

Wie hat sich das Handwerk im Bereich Maler -und Lackierer in den vergangenen Jahren entwickelt?

Matthias Pfeil: In der Gesamtinnung Waldeck-Frankenberg gibt es etwa zehn Betriebe in der Größenordnung mit 15 Mitarbeitern. Viele kleine sind in den letzten Jahren dazu gekommen. Die Erkenntnis bei jungen Leuten wächst langsam nach anfänglicher Skepsis wieder, dass das Handwerk bessere Zukunftsaussichten biete als die Industrie. Es gilt: „Ein guter Handwerker findet immer Arbeit“.

Maler und Lackierer - Azubis der Beruflichen Schulen in Korbach

Azubis der Beruflichen Schulen Korbach - Maler und Lackierer

Alle reden vom Fachkräftemangel. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Matthias Pfeil: Die Schulbildung ist nicht das A und O. Wenn Jugendliche wirklich den Willen haben, etwas zu erreichen,  ist das viel wichtiger. Ich möchte lieber fünf statt zwei Auszubildende haben, aber leider bekomme ich zurzeit nicht mehr.

Welche Maßnahmen könnten helfen, mehr Auszubildende für das Handwerk zu begeistern?

Matthias Pfeil: Bisher gibt es bereits eine Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Giflitz. Die sollte noch intensiviert werden. Ich möchte meinen Beruf, für mich der schönste, besser bekannt machen. Der Beruf des Malers ist selten einseitig, sondern abwechselungsreich, man kann kreativ sein und ist aber auch beratend tätig. Ich streiche nicht den ganzen Tag Wände an. Als Maler gestaltet man Lebensräume, trägt zum Wohlfühlen eines Menschen bei, kann für ein gesundes Wohnklima sorgen und mehr. Zudem hat der Beruf beste Zukunftschancen. (ztb)

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