Matthias Pfeil: „Wirklicher Wille ist wichtig“

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Matthias Pfeil, Obermeister der Innung Maller und Lackierer Waldeck-Frankenberg: Er zeigt eine Akkustikdecke.

Matthias Pfeil, Obermeister der Innung Maler und Lackierer Waldeck-Frankenberg stand im Interview Rede und Antwort.

Wie hat sich das Handwerk im Bereich Maler -und Lackierer in den vergangenen Jahren entwickelt?

Matthias Pfeil: In der Gesamtinnung Waldeck-Frankenberg gibt es etwa zehn Betriebe in der Größenordnung mit 15 Mitarbeitern. Viele kleine sind in den letzten Jahren dazu gekommen. Die Erkenntnis bei jungen Leuten wächst langsam nach anfänglicher Skepsis wieder, dass das Handwerk bessere Zukunftsaussichten biete als die Industrie. Es gilt: „Ein guter Handwerker findet immer Arbeit“.

Azubis der Beruflichen Schulen Korbach - Maler und Lackierer

Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es Spaß macht, Abwechselung bietet und es schön ist, mit anderen zu arbeiten." Sebastian Stark, 19, Berghofen Heimdecor Henkel © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lernen Maler und Lackierer, weil es Spaß macht, vielseitig ist und ich viel lerne." Franziska Gluth, 20, Rhena, Davideit & Ulrich © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil der Beruf Abwechselung bietet und weil man körperlich und kreativ aktiv ist." Andre Schiffer, 19, Wolfhagen, Thiele © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es mein Traumberuf ist, denn er ist vielseitig, gestalterisch und hat Zukunft." Maik Schäfer, 21, Korbach, Jartz © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil man in diesem Beruf, seiner Kreativitat freien Lauf lassen kann." Steve Wencek, 20, Sachsenberg, Steinbrink © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil man kreativ sein kann und sich weiter entwickeln kann." Alban Haliti, 21, Bad Wildungen, Malerbetrieb Heck © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es einfach Spaß macht zu sehen, wie schön man Räume hin bekommt." Andreas Schlidt, 21, Bad Wildungen, Malerbetrieb Spangenberg © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil der Beruf viele kreative Seiten hat, Abwechselungsreich ist und der Grundstein für weitere Entwicklungsmöglichkeiten ist." Ramona Imöhl, 20, Korbach, Berufsförderungswerk © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es ein Abwechselungsreicher Beruf ist, in dem man sich kreativ ausleben kann." Laila Edsberger, 19, Bad Wildungen, Berufsförderungswerk © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer weil mir der Beruf gefällt." Christina Bauer, 19, Korbach, Berufsförderungswerk © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil er abwechselungsreich ist und macht Spaß." Kevin Heuscheid, 19, Westheim, Eigenbrodt © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil mir der Beruf einfach gefällt." Marcel Stuts, 19, Bad Wildungen, Fritz Spangenberg © Teuber-Blechschmidt
Maler und Lackierer an den Beruflichen Schulen Korbach, 3. Ausbildungsjahr, Klasse 12 Ma 30, mit Klassenlehrerin Christiane Steger © Teuber-Blechschmidt

Alle reden vom Fachkräftemangel. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Matthias Pfeil: Die Schulbildung ist nicht das A und O. Wenn Jugendliche wirklich den Willen haben, etwas zu erreichen,  ist das viel wichtiger. Ich möchte lieber fünf statt zwei Auszubildende haben, aber leider bekomme ich zurzeit nicht mehr.

Welche Maßnahmen könnten helfen, mehr Auszubildende für das Handwerk zu begeistern?

Matthias Pfeil: Bisher gibt es bereits eine Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Giflitz. Die sollte noch intensiviert werden. Ich möchte meinen Beruf, für mich der schönste, besser bekannt machen. Der Beruf des Malers ist selten einseitig, sondern abwechselungsreich, man kann kreativ sein und ist aber auch beratend tätig. Ich streiche nicht den ganzen Tag Wände an. Als Maler gestaltet man Lebensräume, trägt zum Wohlfühlen eines Menschen bei, kann für ein gesundes Wohnklima sorgen und mehr. Zudem hat der Beruf beste Zukunftschancen. (ztb)

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