Mechatroniker: ein echt cooler Job

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Bereiten ein Kälteaggregat für den Einsatz vor: Roman Neer, Azubi im 3. Jahr bei der Friedrich Hertel Kälte-Klimatechnik GmbH & Co.KG, und Harald Kechel, Ausbildungsleiter und technischer Leiter des Betriebs.

Wer bei Kältetechnik an Kühlschränke denkt, liegt falsch. Wem Klimaanlagen einfallen, der ist schon näher dran. Die Mechatroniker für Kältetechnik gehören einem recht jungen, hochtechnisierten Handwerkszweig an.

Bei dem Beruf ist die Arbeit mit Computer und modernster Technologie mittlerweile genauso selbstverständlich, wie der Griff zur Rohrzange.

Ob in der Gastronomie, in Bäckereien, Metzgereien oder Lebensmittelmärkten – Kälte wird überall benötigt. In Krankenhäusern und der Industrie ist neben der Klimatisierung der Räume auch die Luftreinhaltung Aufgabe der Mechatroniker für Kältetechnik.

Sie befassen sich mit der Planung, Berechnung, Montage, Wartung und Instandsetzung einfacher bis sehr komplexer Kälteanlagen, kälte- und klimatechnischer Einrichtungen sowie Wärmepumpen und Klimaanlagen.

Abwechslungsreiche Tätigkeit

Diese Experten hießen früher Kälteanlagenbauer. Mit der neuen Ausbildungsverordnung wurde der Beruf umbenannt. Der Beruf des Mechatronikers für Kältetechnik ist anspruchsvoll.

In der 3,5-jährigen Ausbildung werden typische handwerkliche Fähigkeiten wie Löten und Schweißen vermittelt. Darüber hinaus erwerben die Azubis Kenntnisse im Bereich der Wärmelehre, Mess- und Steuerungstechnik, Netzwerktechnik, Systemsteuerung sowie Elektrotechnik.

Die Ausbildung erfolgt dual in einem Fachbetrieb für Kälte- und Klimatechnik und im Blockunterricht in einer Berufsschule. Die Friedrich Hertel Kälte-Klimatechnik GmbH & Co.KG in Liebenau bildet seit vielen Jahren in diesem gefragten Bereich aus. „Für Technikinteressierte, die in den naturwissenschaftlichen Fächern gut sind, ist der Mechantroniker für Kältetechnik ein vielseitiger und krisensicherer Beruf“, sagt Yvonne Kechel, selbst Meisterin in diesem Beruf und Juniorchefin des Betriebs.

Technisches Verständnis und soziale Kompetenz

Durch das stark gestiegene Niveau der Ausbildungsinhalte reicht ein Hauptschulabschluss in der Regel nicht mehr aus. „Neben dem technischen Verständnis ist soziale Kompetenz Voraussetzung“, erklärt Yvonne Kechel: „In diesem Beruf ist man viel unterwegs. Meistens wird direkt beim Kunden gearbeitet und die Mechatroniker müssen sich an die jeweiligen Anforderungen des Kundens anpassen.“

In Bäckereien und Metzgereien ist ein sauberes Arbeiten unabdingbar, in Lebensmittelmärkten dürfen die Kunden nicht gestört werden und gerade im medizinischen Bereich und der Industrie ist ein schnelles Arbeiten gefragt. Nicht selten sichern Kälteanlagen Millionenwerte.

„Wir haben bislang alle...Azubis übernehmen können"

Auch Umweltfragen rücken zunehmend in den Fokus, denn Klimaanlagen brauchen viel Energie. Die Nachfrage nach Fachkräften ist hoch, daher haben ausgelernte Fachkräfte gute Aussichten eine Stelle zu finden. „Wir haben bislang alle fertigen Azubis übernehmen können“, so Yvonne Kechel: „In dieser Branche werden gute Kräfte wirklich gebraucht.“

Nach der Ausbildung stehen den Gesellen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen. So ist eine Meister- oder Technikerausbildung möglich oder auch ein Studium der Kälte- und Klimatechnik. (Von Sandra Hübner)

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