Mehr Geld für schöner Wohnen

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Besondere Ehre für Bruno Stransky aus Beiseförth (2. von links): Der Ehrenobermeister der Raumausstatter-Innung Schwalm-Eder wurde zum Ehrenvorstandsmitglied des hessischen Raumausstatter- und Sattler-Handwerks ernannt. Von links stellv. Landesinnungsmeister Udo Thomas, Bruno Stransky, Präsident Bernd Ehinger und Landesinnungsmeister Heinz Hahn.

Die Investition in die eigenen vier Wände macht sich auch bei den Innungsfachbetrieben der Raumausstatter- und Sattler-Innung im Schwalm-Eder-Kreis bemerkbar. Auf der Jahreshauptversammlung berichtete Obermeisterin Christina Schöllhorn (Gensungen) von dem Trend zur höherwertigen Innenausstattung.

Die Gestaltung von Wohnraum sei für viele Menschen wichtiger geworden, beobachtete Schöllhorn. Neben dem Billigmarkt entwickelte sich die Nachfrage nach Markenprodukten und Fachkompetenz spürbar positiv. Es werde teilweise zwar weniger gekauft, aber deutlich mehr Qualitätsprodukte im oberen Preissegment.

Christina Schöllhorn

Das bedeute, dass die Auftragslage bei vielen Betrieben in der Innung gut sei, allerdings in manchen Marktbereichen noch unbefriedigend. Dort merke man deutlich, dass viele selbsternannte Fachbetriebe auf dem Markt seien, die oft nur über das Preis-Argument verkauften, kritisierte Schöllhorn. Die Innungsfachbetriebe seien dagegen oft Meisterbetriebe, die verstärkt die Qualität der Arbeiten im Blick haben, ihre Beschäftigten tarifgerecht bezahlen und ausbilden.

Nur so sei es zu erklären, dass bei dem Verdrängungswettbewerb meist die Fachbetriebe überlebten. Ohne Kompetenz und Know-how sei dauerhaft im Raumausstatter-Handwerk kein Geld zu verdienen, sagte Schöllhorn.

Sie rechnet damit, dass sich nach der Gründungseuphorie der vergangenen Jahre der Markt weiter beruhigt. Ein Indiz sei, dass sich viele Innungsfachbetriebe auf die neue Wettbewerbssituation eingestellt hätten. Der Gesetzgeber hatte durch die Novellierung der Handwerksordnung die Meisterbefähigung im Raumausstatter-Handwerk aufgehoben. Die Branche hatte sich damals dagegen gewehrt und vor Problemen gewarnt. Genau diese seien eingetreten.

Ehrung

Eine besondere Ehrung wurde Ehrenobermeister Bruno Stransky zu Teil. Während des Landesverbandstages in Darmstadt wurde er zum Ehrenvorstandsmitglied des Landesinnungsverbandes Hessen ernannt. Aus den Händen von Landesinnungsmeister Heinz Hahn und dem Präsident des Hessischen Handwerkstages, Bernd Ehinger, erhielt Stransky die seltene Auszeichnung. Stransky war seit 1969 in der Innung aktiv, von 1987 bis 2006 Obermeister und von 1996 bis 2007 stellv. Landesinnungsmeister. (red)

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