Meister machen fit fürs Leben

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So viele Jubilare: Beim Festabend des Handwerks im Hotel Maritim in Bad Wildungen wurden Betriebs- und Meister-Jubiläen im Landkreis mit Urkunden gewürdigt.

Beim Festabend des Handwerks im Bad Wildunger Maritim Badehotel wurden viele Meister- und Betriebsjubiläen gefeiert. Aber zunächst stand am Samstag die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für das Funktionieren unserer Gesellschaft im Mittelpunkt.

In seiner Begrüßung hob Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel zunächst die Chronisten der Kreishandwerkerschaft hervor. Deren akribisch, ehrenamtlich und „mit viel Liebe und Sorgfalt“ angefertigten Chroniken konnten im Saal eingesehen werden. „Die ehrenamtliche Arbeit von Paul Müller, Heinrich Göbel und Klaus Westmeier steht in besonderer Weise für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Handwerks“, stellte Göbel fest.

Qualifikation wichtig

Göbel wies auf die gesellschaftliche Rolle des Handwerks im Allgemeinen und die der Meister im Besonderen hin, gerade mit Blick auf die jungen Menschen, die es gelte, „für Beruf und auch das Leben fit zu machen“.

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Diese Rolle sei für das Funktionieren unserer Gesellschaft unschätzbar. So stehe der Mensch nicht nur als Kunde im Mittelpunkt des mittelständischen Handwerks. Eine unverzichtbare Bedingung hierfür sei die „meisterliche Qualifikation“, was sich auch in den an diesem Abend zu ehrenden Betrieben mit Jubiläum widerspiegele.

Auch Bad Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann betonte die „besondere Bedeutung des Handwerks“. Es biete vielen jungen Menschen nicht nur fachlich, sondern auch menschlich die Möglichkeit zur Einordnung in die Gesellschaft.

Die Stadt vergebe gegenwärtig und künftig gern Aufträge im handwerklichen Bereich. Den Handwerkern sprach Zimmermann „ein großes Kompliment“ für ihre Leistungsfähigkeit und Termintreue aus.

In seiner Laudatio auf Karl-Heinz Göbel, dem Landrat Dr. Reinhard Kubat den Ehrenbrief des Landes Hessen überreichte, ging Kubat ebenfalls auf die besondere Bedeutung des Ehrenamtes ein (Bericht unten).

Johannes Schwarz, Vizepräsident der Handwerkskammer Kassel, bezeichnete das Handwerk als „tragende Säule unserer Wirtschaft und Gesellschaft“. Er hob die Bedeutung des Meisterbriefes hervor. Diese zeige sich darin, dass Betriebe mit solcher Qualifizierung eine um 29 Prozent höhere Überlebensrate hätten.

Bei der Übergabe der Jubiläums-Urkunden war Schwarz beeindruckt von den Zahlen. So wurden drei Betriebe für ihr 125-jähriges, einer für 120-jähriges, sieben für 100-jähriges, fünf für 75-jähriges und vier für das 50-jährige Bestehen ausgezeichnet.

Alphornbläser spielten

Für ihre imposanten, das Festprogramm bereichernden Darbietungen erhielten die Alphornbläser Harmonie Wega jeweils lang anhaltenden Beifall. (Von Manuel Zimmermann)

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