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Bewundertes Erfolgsmodell

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Erfolgreiche Meisterschüler: Bei der Herbstversammlung der Kreishandwerkerschaft nahmen zehn Jungmeister die Glückwünsche des Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft Stephan Schenker (von rechts), des Vizepräsidenten des Hessischen Handwerkstags Hans-Werner Schech, Andreas Gerstenberg von der Handwerkskammer Kassel sowie Kreishandwerksmeister Hubertus Erner (Fünfter von rechts) entgegen. Vier weitere Jungmeister hatten sich entschuldigt.
Erfolgreiche Meisterschüler: Bei der Herbstversammlung der Kreishandwerkerschaft nahmen zehn Jungmeister die Glückwünsche des Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft Stephan Schenker (von rechts), des Vizepräsidenten des Hessischen Handwerkstags Hans-Werner Schech, Andreas Gerstenberg von der Handwerkskammer Kassel sowie Kreishandwerksmeister Hubertus Erner (Fünfter von rechts) entgegen. Vier weitere Jungmeister hatten sich entschuldigt. © Neugebauer

Auf der Herbstversammlung der Kreishandwerkerschaft Werra-Meißner nahmen am Dienstag 14 Jungmeister den Meisterbrief aus den Händen von Stephan Schenker, dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, entgegen.

Weiter wurden im Bürgerhaus Witzenhausen 26 Jubilare mit mehr als 25-jähriger Meistertätigkeit und fünf Betriebe mit einem Jubiläum von mehr als 25 Jahren Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Vor etwa 130 Obermeistern und deren Stellvertretern sowie Gästen aus der regionalen Politik und Wirtschaft stellte Kreishandwerksmeister Hubertus Erner die Tischlerei Möller aus Großalmerode besonders heraus. Sie feierte in diesem Jahr ihr 125. Betriebsjubiläum und wird bereits in der fünften Generation geführt. „Wahrscheinlich war der Betrieb immer berufsständisch organisiert“, sagte er. „Denn die berufsständische Organisation war in den Zeiten ohne Internet eine wichtige Informationsquelle zur Fort- und Weiterbildung, welche damals wie heute ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine gute Betriebsführung ist“, führte er aus. Und appellierte deshalb auch an die Jungmeister, einen Innungsbeitritt nicht in erster Linie an den Kosten fest zu machen, sondern auf die vielen Leistungen zu schauen, die eine Innung biete und die sich für jeden Meister nachhaltig rechnete.

In seiner Festansprache ging der Vizepräsident des Hessischen Handwerkstags, Hans-Werner Schech auf den Dreiklang Lehrling-Geselle-Meister ein. „Unser duales Aus- und Weiterbildungskonzept hat ein Niveau und eine Qualität, die bei unseren meisterlosen Nachbarn in Europa Bewunderung hervorruft“, sagte Schech. „Das lässt sich auch an Zahlen festmachen. Während in Europa durchschnittlich 25 Prozent Jugendarbeitslosigkeit vorhanden ist, in Südeuropa gar 58 Prozent, haben wir in Deutschland lediglich acht Prozent arbeitslose Jugendliche“, so Schech weiter.

Landrat Stefan Reuß hob den Stellenwert des heimischen Handwerks hervor und sagte, dass der Kreis für die Schulen jährlich sechs Millionen Euro an heimische Handwerksfirmen vergeben würde. „Bei der anstehenden Schlosssanierung sollen in den nächsten fünf Jahren ebenfalls zehn Millionen Euro in der Region bleiben“, sagte Reuß.

Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer appellierte an die Jungmeister, sie mögen insbesondere mit den Lehrlingen ein bisschen Nachsicht walten lassen, wenn es mal nicht gleich klappt. Es sei noch „kein Meister vom Himmel gefallen“.

Ehrungen

Jungmeister 2013:

Meisterjubiläum 2013:

Betriebsjubiläum 2013:

(znb)

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