Meisterjubilare und Sieger des Bundesleistungswettbewerbs im Metallhandwerk geehrt

Erst Studium, dann Meistertitel

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Die Bundessieger des Leistungswettbewerbes im Kreis ihrer Mitwettbewerber aus nahezu allen deutschen Bundesländern

Die Meisterfeier des Deutschen Metallhandwerks und die Siegerehrung des Bundesleistungswettbewerbs Metall am Samstag in der Northeimer Stadthalle steckte voller überraschender Momente.

So erhielt der 30-jährige Holger Sacher aus Kalefeld den Meisterbrief der Metallbauer, obwohl er längst ein abgeschlossenes Studium in der Tasche hat. Der übliche Weg verläuft umgekehrt. Mit dem Meisterbrief erwerben die Absolventen die Hochschulzugangsberechtigung.

„Ich habe mein Referendariat als Berufssschullehrer mit Betriebswirtschaft und Spanisch absolviert, mich dann aber entschieden, den Meisterbrief zu machen“, sagte er, nachdem er vom Präsidenten des Bundesverbandes Metall, Erwin Kostyra (Berlin), die Urkunde erhalten hatte. Sacher hat die Bedingungen für den Meisterbrief in Vollzeit erfüllt, er stützt sich auf den elterlichen Betrieb in vierter Generation.

Zuvor hatte der junge Meister in einer Talkrunde, unter anderem mit Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, bereits unter Beifall „den Meisterbrief als ein Gütesiegel wie kein zweites“ bezeichnet und Northeim als den optimalen Standort für das Bundesfachzentrum Metall und Technik genannt.

Doch wohl etwas weit war die Anreise für Dietrich Mosisch nach Northeim. Er hat vor 50 Jahren an der damaligen Technikerschule am Bleichewall seinen Maschinenbauer-Meister gemacht und lebt heute in Brisbane in Australien.

Nach Mittelbach le Haut in Frankreich verschlug es Siegfried Graf, der vor 50 Jahren seinen Schlosser-Meister gemacht.

In der Heimat hingegen blieb der Uslarer Hermann Wegener, der ebenfalls auf sein 50jähriges Schlossermeister-Jubiläum zurückblicken kann. Der gebürtige Northeimer Schlossermeister Georg Eckermann, ebenfalls mit einer Ehrenurkunde für ein halbes Jahrhundert ausgezeichnet, lebt heute in Peine.

Auf ein 25-jähriges Meisterjubiläum im Maschinenbauer-Handwerk kann Dirk Spiller aus Katlenburg-Lindau zurückblicken.

Meisterehren verliehen

Feinwerkmechanikermeister: Nick Nolte (Northeim),Florian Schmenger, Daniel Schmidtmann, Andreas Weimer (alle Kreiensen), Nils Hoffmann, Colin Dennis Barnes (beide Osterode) Andreas Bode (Kalefeld), Sven Gobrecht (Markoldendorf), Hendrik Koch (Dassel), Lars Wall (Seesen), Uwe Seel (Adelebsen).

Metallbauermeister: John Ebeling (Duderstadt), Thomas Götze, Steffen Knöchelmann (beide Göttingen), Holger Sacher (Kalefeld), Raphael Wemheuer (Hattorf), Daniel Mäntz (Dassel).

Meister für Abiturienten nach dem Northeimer Modell, Gesellenprüfung: Feinwerkmechaniker: Marco Dempwolf (Bad Lauterberg), Marcus Hellenbock (Erichsburg), Peter Hühne (Uslar), Niklas Wemheuer (Katlenburg-Lindau).

Metallbauer Fachrichtung Konstruktion: Dustin Rotter (Northeim).

Bundessieger: Feinwerkmechaniker: 1. Carsten Naßheuer (Roetgen). Zerspanungsmechaniker Drehtechnik: 1. Philipp Sachse (Löbau). Zerspanungsmechaniker Frästechnik: 1. Michael David (Überherrn). Metallbauer Handwerk Konstruktionstechnik: 1. Severin Brehm (Bad Wurzach). Metallbauer Handwerk Nutzfahrzeugtechnik: 1. Marius Wolfers (Coesfeld). Metallbauer Handwerk Metallgestaltung: 1. Fabian Schneider (Seibersbach). (zhp)

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