Die Meisterpflicht sollte wieder gelten

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Wiedergewählt: Der Vorstand der Bau-Innung Schwalm-Eder von links Bettina Schmoll-Reinbold, Heinrich Schneider, Frank George, Helmut Römer, Bernd Brandstetter, Hans-Walter Gebhardt, Frank Dittmar und Werner Fröhlich.

Korrekturen seien überfällig, „wir müssen zur Stärkung der Qualität handwerklicher Arbeit kommen. Der große Befähigungsnachweis muss eine Stärkung erfahren“, forderte Obermeister Frank Dittmar (Guxhagen) auf der Versammlung der Bau-Innung Schwalm-Eder.

Die Folgen der 2004 erfolgten Novellierung seien fatal und in einigen Bereichen besonders sichtbar.

Der Verlust an Qualität sei in den neu geregelten Berufen eklatant. Zudem sei ein Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen und ein Rückgang der Ausbildungsverhältnisse in diesen Berufen zu beobachten. Dittmar räumt ein, dass man sich andere Ergebnisse erhofft hätten. Doch die Resultate sprechen eine eindeutige Sprache.

Nach Erhebungen des Zentralverbandes des Deutsches Baugewerbes (ZDB) sank die Ausbildungsbereitschaft bis zu 55 Prozent. Die Zahl der Meisterschüler sank sogar bis zu 80 Prozent.

Explosionsartig seien die Betriebsanmeldungen bei Fliesen-, Platten- und Mosaikleger oder Estrichleger gestiegen. Gab es im Landkreis vor der Novellierung der Handwerksordnung 26 Fliesenlegerbetriebe mit sieben Auszubildenden, so sind es nun 112 Betriebe und ein Auszubildender. Erstaunlich sei, dass trotz dieser Entwicklung nicht über eine Korrektur diskutiert werde. Genau das fordern die Mitglieder der Bau-Innung Schwalm-Eder. Aus ihrer Sicht ist die Novelle gescheitert. Hier sollte die Notbremse gezogen werden, um Schlimmeres zu verhindern. (red)

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