Meisterprüfung - Qualifiziert in die Zukunft

Das Glanzstück handwerklicher Weiterbildung ist nach wie vor der Meisterbrief. Moderne und zukunftsorientierte Inhalte werden im Rahmen der Meisterprüfung vermittelt.

Ständig up to Date zu sein heißt, die Methoden einer modernen Betriebsführung zu erlernen und stets Handlungskompetenz und Praxisnähe zum Kunden zu beweisen.

Die Meisterprüfung bietet in 41 zulassungspflichtigen Handwerken die Voraussetzung für die Selbstständigkeit. Die Handwerkskammer Kassel ist als zuständige Geschäftsstelle der Meisterprüfungsausschüsse in ihrem Kammerbezirk für die Abwicklung und Abnahme der Meisterprüfung in den verschiedenen Handwerken zuständig. Sie organisiert die Prüfungen, betreut die Meisterprüfungsausschüsse und ist Dienstleistungsträger für Prüflinge und Meisterprüfungsausschüsse.

Teile der Meisterprüfung

Die Meisterprüfung umfasst folgende selbständige Prüfungsteile:

Teil I: die Prüfung der meisterhaften Verrichtung der im jeweiligen Handwerk gebräuchlichen Arbeiten

Teil II: die Prüfung der erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse im jeweiligen Handwerk

Teil III: die Prüfung der erforderlichen betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse

Teil IV: die Prüfung der erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse

Die einzelnen Teile der Meisterprüfung können in beliebiger Reihenfolge zu verschiedenen Prüfungsterminen abgelegt werden. Die Meisterprüfung kann dreimal wiederholt werden. Die Wiederholung einzelner Teile der Meisterprüfung ist auch möglich, bevor alle vier Teile der Meisterprüfung abgelegt sind.

Befreiung von Teilen der Meisterprüfung

Handwerksmeister: Prüflinge, welche die Meisterprüfung in einem anderen Handwerk bereits bestanden haben, sind von den Teilen III und IV und durch den Meisterprüfungsausschuss auf Antrag von der Ablegung der Prüfung in gleichartigen Prüfungsfächern ganz oder teilweise zu befreien.

Absolventen von Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen: Prüfungsbewerber, welche die Diplomprüfung oder die Abschlussprüfung an einer deutschen staatlichen oder staatlich anerkannten wissenschaftlichen Hochschule oder Fachhochschule bestanden haben, können auf Antrag von einzelnen Teilen der Meisterprüfung befreit werden, wenn bei diesen Prüfungen mindestens die gleichen Anforderungen gestellt werden wie in der Meisterprüfung.

Techniker: Prüfungsbewerber, die Abschlussprüfungen an deutschen staatlichen oder staatlich anerkannten Technikerschulen oder Prüfungen vor staatlichen Prüfungsausschüssen mit Prüfungsanforderungen, welche den Anforderungen bei Abschlussprüfungen an deutschen staatlichen oder staatlich anerkannten Technikerschulen entsprechen, mit Erfolg abgelegt haben, können von Teil II (Prüfung der fachtheoretischen Kenntnisse) der Meisterprüfung befreit werden, wenn das Arbeitsgebiet des Handwerks dem jeweiligen Fachgebiet der Prüfung entspricht.

Andere Weiterbildungsqualifikationen

Ausbildereignungsprüfung: Mit Erfolg abgelegte Prüfungen der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse nach dem Berufsbildungsgesetz, dem Seemannsgesetz oder dem Bundesbeamtengesetz werden als Voraussetzung für die Befreiung von Teil IV - Prüfung der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse - der Meisterprüfung im Handwerk anerkannt.

Fachkaufmann/-frau für Handwerkswirtschaft oder Betriebswirt des Handwerks: Diese Prüfungen werden als Voraussetzung für die Befreiung von Teil III - Prüfung der wirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse - der Meisterprüfung im Handwerk anerkannt.

Kraftfahrzeug - Servicetechniker: Die bestandene Prüfung auf Grundlage der Fortbildungsregelung vom 15.12.1997 führen zur Befreiung von Teil I der Meisterprüfung im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk.

(Handwerkskammer Kassel)

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