Meisterprüfungs-Projektarbeiten von 16 Jungtischlermeistern ausgezeichnet

Designpreis für Handwerk

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An der Holzfachschule wurde der Bad Wildunger Designpreis vergeben: auf dem Foto (von links) Klassenlehrer Karsten Mrzyglod, Martin Hoffmann (2. Preis), Mathias Schlosser (Sieger), Lisa Koch (Klassensprecherin), Karlheinz Bock (Edertal-Böhne), Mathias Liebmann (3. Preis), Leiter Holzfachschule Michael Bücking, Andre Janssen (Anerkennung) und Reinhard Nau, Präsident des Hessischen Tischerhandwerks.

Während einer Feierstunde wurde am Sonntagvormittag der Bad Wildunger Designpreis aus den Meisterstücken, den – wie es jetzt korrekt heißt „Meisterprüfungs-Projektarbeiten“ von 16 Jungtischlermeistern ausgewählt.

Der Bad Wildunger Design-Preis ging an Mathias Schlosser aus Gießen für einen Aktenschrank aus heimischen Hölzern. Zweiter Sieger wurde Martin Hoffmann (Neuental) mit einem Kommunikations-Stehpult und dritter Sieger Mathias Liebmann für sein Fire-Board. Eine Anerkennung überreichte Klassenlehrer Karsten Mrzyglod, der die Meisterstücke vorstellte, erläuterte und lobte, an Andre Nanssen (Kalkar-Wissel), einem Meisterschüler seiner 30. von ihm zur Tischlermeisterschaft geführten Klasse.

 Karlheinz Bock aus Edertal-Böhne bestand als Wiedereinsteiger in den Tischlerberuf mit einem Doppelbett den praktischen Teil der Prüfung. Kreativität gelobt Der Präsident des hessischen Tischlerhandwerks, Reinhard Nau, lobte die Kreativität – gepaart mit handwerklichem Können und technischem Feinheiten der Meisterstücke: „Sie können stolz sein auf ihren Meistertitel, sie haben mit ihrer Meisterschaft eine tolle Grundlage und hervorragende perspektiven in ihrem Beruf geschaffen“. Nau riet den Jungmeistern: „Übernehmen Sie Verantwortung, stellen Sie sich neuen Herausforderungen und geben Sie ihr Wissen weiter“. Einmalige Produkte Michael Bücking, dem Leiter der Holzfachschule, sind besonders die Gesamtkunstwerke unter den präsentierten Meisterstücken aufgefallen „kleine Präsentationsinseln, die Geschichten erzählen“. Der Kunde des Tischlermeisters müsse verstehen, dass er bei ihm einmalige Produkte erwerbe, nichts vom industriellen Fließband. „Handwerk ist keine billige Massenanfertigung, Handwerk ist immer dann gefragt, wenn es um Einzelanfertigung geht.“ Ein bewährtes Qualitätszeichen sei und bleibe der Meisterbrief; statt darüber nachzudenken, wie man sich in Deutschland den schlechteren handwerklichen Standards in Europa anpasst – „wer schon einmal in England versucht hat, ein gutes Fenster zu bekommen, weiß wovon ich rede“ – sollten wir gemeinsam überlegen, wie es gelingt, den Meisterbrief Europafähig zu machen.

Viele interessierte Besucher nutzten die Gelegenheit der Ausstellung, sich Details von Materialien und Verarbeitung der Meisterstücke von ihren Entwerfern und Erbauern erläutern zu lassen.

(von Werner Senzel)

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