Metall-Innung zeichnete Mitgliedsbetriebe aus – Aufträge für sieben Wochen

Seit 50 Jahren Meister

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Meister- und Betriebsjubiläum bei der Metall-Innung: Obermeister Gerhard Scheele (rechts) mit den geehrten Innungsmitgliedern und den goldgerahmten Urkunden.

Meister- und Betriebsjubiläen der Metall-Innung standen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Innung Waldeck-Frankenberg. Die Innungsorganisation ist die berufsständische Vertretung des Metallhandwerks im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Obermeister Gerhard Scheele informierte in seinem Jahresbericht darüber, dass die Innung derzeit 65 Mitgliedsbetriebe hat. Die Mitgliedszahlen seien dank attraktiver Angebote konstant. Scheele ging insbesondere auf die zahlreichen Aktivitäten im zurückliegenden Geschäftsjahr ein, darunter eine Innungsstudienfahrt zur Eisengießerei Fritz Winter in Stadtallendorf. „Innungsarbeit ist für mich mehr als nur beruflicher Austausch, es geht vor allem um Gemeinschaft und Zusammenhalt“, erklärte der Obermeister. Schon vor Beginn der Versammlung hatten die Handwerker die Veltum GmbH in Sachsenhausen besichtigt.

Wirtschaftlich gehe es dem Metallhandwerk deutschlandweit gut. Metallbaubetriebe erwirtschaften einen durchschnittlichen Jahresumsatz von etwa 350 000 Euro. 75 Prozent aller Betriebe hätten jedoch nicht mehr als zehn Mitarbeiter, so dass 60 Prozent einen Jahresumsatz von unter 250 000 Euro aufwiesen. Nach Ansicht Scheeles sei das ein Beweis dafür, dass „die Stärke der Wirtschaft im Mittelstand des Handwerks zu finden ist.“ Die Hauptumsatzträger seien laut Obermeister Scheele Metall und Schweißen, daher sei man abhängig von der Baukonjunktur. Derzeit verfüge man in etwa über einen Auftragsbestand von sieben Wochen.

Auskunft über die aktuellen Lehrlingszahlen gab der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses, Ralf Obermann aus Gemünden. So befinden sich derzeit 84 Lehrlinge in Ausbildung, davon 62 angehende Metallbauer, zehn Feinwerkmechaniker, acht Metallbearbeiter und vier Metallfeinbearbeiter.

Obermeister Gerhard Scheele nahm zum Abschluss der Jahreshauptversammlung, gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Gerhard Brühl, zahlreiche Ehrungen für Meister- und Betriebsjubiläen vor. Eine Urkunde für das einhundertjährige Betriebsjubiläum erhielt Karl-Friedrich Wiesemann aus Waldeck. Den Goldenen Meisterbrief für das fünfzigjährige Meisterjubiläum erhielt Wilhelm Reuter aus Twistetal. Für vierzigjährige Meisterjubiläen wurden Ehrenurkunden an Karl-Ferdinand Finger, Frankenberg, und Walter Zarges, Vöhl, verliehen. Werner Rühl aus Gemünden wurde für das fünfundzwanzigjährige Meisterjubiläum geehrt.

Eine besondere Ehre wurde Ehrenobermeister Daniel Kann zuteil: Die Metall-Innung verabschiedete ihn als langjährigen Reiseleister der Metall-Innung mit einem Reisegutschein. (nh/sur)

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