Metzger der Fleischer-Innung fertigten Jubiläums-Stracke für 250. Geburtstag

Jetzt geht es um die Ahle Wurst

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Probierten einige Scheiben der Jubiläumswurst: von links Christian Jäger, Peter Bornmann, Volker Luckhardt, Johannes Richardt und Fritz Kästel.

Fleischer im Schwalm-Eder-Kreis machen die Ahle Worscht so, wie sie ihnen am besten schmeckt; meistens behalten sie ihr Rezept dabei für sich. Zu Feier des Tages war es aber anders:

Beim Anschnitt der Jubiläums-Stracke der Kreishandwerkerschaft verriet Johannes Richhardt, Ehrenobermeister der Fleischer-Innung Schwalm-Eder, sein Geheimrezept: „Ich verarbeite nur Kochsalz und Zucker in der Wurst.“ Außerdem bekomme er Fleisch von Schweinen, die sehr langsam gefüttert würden. Das mache das Fleisch fester.

25 verschiedene Stracke

Wie Richhardt haben auch 25 Metzger zum 250-jährigen Bestehen ihrer Innung eine eigene Jubiläums-Stracke produziert. Die Würste werden seit Freitag für fünf Euro pro Stück verkauft. Auch Tüten, gefüllt mit frischer Roter im Ring, feiner Tee- und Jagdwurst und einem Glas Leberwurst, wurden für das Jubiläum hergestellt. „Die Jubiläumstüten sind schon ausverkauft“, sagte Christian Jäger, Chef der gleichnamigen Homberger Fleischerei. 300 Stracke will er verkaufen. Das besondere der Jubiläumswurst sei ihre Hülle aus Leinendarm. „Jeder hat Würste nach seinem eigenen Geschmack gemacht, nur die Hülle ist gleich“, sagt Fritz Kästel, Obermeister und Vorstandsmitglied der Fleischer-Innung.

Man wolle dieses Jahr kein großes Fest, sondern die Kunden am Jubiläum beteiligen. Auch deshalb habe man die besondere Wurst produziert. „Sie spiegelt die Vielfalt des Handwerks wieder.“ Die Regionalität des Produkts wüssten Kunden in Zeiten der Massenproduktion von Fleisch immer stärker zu schätzen. (Nina Nickoll)

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