Auf Nachwuchs bauen

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Schwingen die Kelle: von links Nils Rosenstock, Till Rudolph und Tim Kreutzer von der Gesamtschule Schenklengsfeld probieren das Mauern beim Tag der offenen Tür auf der Lehrbaustelle aus.

Die Lehrbaustelle der Kreis-Bauhandwerks-Innung hatte vom 14. März an bis zum Mittwoch, 23. März, ihre jährlichen Tage der offen Tür. Ziel der Veranstaltung war es, Jugendliche für eine Ausbildung im Baugewerbe zu begeistern.

„Die Veranstaltung gibt es seit 2004, seitdem haben wir etwa 4000 Schüler betreut“, erklärt Kreisobermeister Klaus Stöcker. „Die Jugendlichen sollen sehen, wie die praktische Arbeit am Bau aussieht und dass sie Spaß machen kann.“

Baugewerke bewerben

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und der Deutschen Angestelltenkrankenkasse (DAK) möchte die Kreishandwerkskammer die Ausbildungsberufe Maurer, Betonbauer, Stahlbetonbauer, Straßenbauer, Trockenbauer und Fliesenleger bewerben. Es gebe mittlerweile ein Problem, für diese Berufe Nachwuchs zu finden, so Stöcker. Noch vor zwei bis drei Jahren habe es mehr Ausbildungsplatzsuchende als freie Plätze gegeben, nun sei die Situation umgekehrt.

„Die Branche hat ein Imageproblem.“ Besonders bei den Mädchen seien die körperlich anstrengenden Berufe in der Baubranche nicht sehr beliebt, sagt Stöcker.

Den letzten Tag der Aktion nutzte die Gesamtschule Schenklengsfeld. Sie war gleich mit vier Klassen und insgesamt 98 Schülern vor Ort. Die Jugendlichen der Jahrgangsstufen acht und neun konnten hier mauern, Fliesen legen, Nägel mit der spitzen Seite eines Hammers einschlagen und einen Schubkarren-Geschicklichkeitsparcours meistern.

Berufsorientierung

„Die Aktion passt gut in unser Berufsorientierungskonzept“, erklärt Carola Weiß von der Gesamtschule Schenklengsfeld. „Die Schüler bekommen mal einen ganz anderen Blickwinkel geboten, können hier mal etwas von anderen Leuten lernen, als ihren Lehrern. Sie bekommen hier auch von den Azubis gesagt, dass ein guter Schulabschluss wichtig ist.“ „Das ist schon eine coole Veranstaltung hier“, meint Dennis Liedl. Der 16-Jährige absolviert gerade die Zeit auf der Lehrbaustelle im Rahmen seiner Ausbildung. „Man kann Mauern und Fliesen legen direkt mal ausprobieren. Die Arbeit mit den Meistern macht am meisten Spaß.“

Wie die Schüler an den einzelnen Stationen abschnitten, wurde auf Bögen festgehalten. Die Aufgaben waren teils einzeln und teils in Gruppen zu lösen. Am Ende jedes Tages gab es eine Siegerehrung für die drei Besten.

Von Patrick Kessler

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