Nicht so kalt wie in Oslo

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Sie lernen voneinander: von links Ursula Müller (Handwerkerschaft), Thomas Relke (Veltum), die Auszubildenden Stefan Krug, Anita Hansen, Sebastian Tent sowie Bianca Sölzer.

Stefan Krug und Sebastian Tent, Auszubildende im zweiten Lehrjahr beim Sachsenhäuser Unternehmen Veltum, arbeiteten für drei Wochen in Betrieben in Norwegens Hauptstadt Oslo. Im Gegenzug lernt jetzt die Norwegerin Anita Hansen die Arbeit in dem Sachsenhäuser Unternehmen kennen.

Das Sachsenhäuser Familienunternehmen Veltum gehört zu den TOP-Ausbildungsbetrieben, kurz TOPAS genannt. Dieser Zusammenschluss wurde von der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg und mehreren Betrieben ins Leben gerufen.

„Das war schon etwas Besonderes“, sind sich Stefan Krug und Sebastian Tent einig. Drei Wochen waren sie in Norwegen in jeweils einem Betrieb beschäftigt. Tagsüber fuhren sie mit den Kollegen zu den Baustellen, die Freizeit verbrachten sie gemeinsam.

Dabei waren sie auf sich gestellt. „Wir hatten zwar Ansprechpartner vor Ort, aber wir konnten oft Lösungen finden, auch wenn wir manchmal improvisieren mussten“, berichtet Stefan Krug. Besonders interessant war es für die beiden Azubis, andere Bereiche und Arbeitsweisen kennen zu lernen. So werden in Norwegen noch höhere Anforderungen an den Brandschutz gestellt und mehr Sprinkleranlagen eingebaut.

Verantwortung lernen

Den Nutzen für die Entwicklung der jungen Erwachsenen erklärt Thomas Relke, der bei Veltum für die Auszubildenden verantwortlich ist. „Es ist gut, wenn die Azubis lernen, unter besonderen Bedingungen eigenverantwortlich zu handeln“, betont er.

„Dieses Programm ist eine besondere Chance, die man nutzen sollte“, sind sich Stefan Krug und Sebastian Tent einig. Sie sind nicht die ersten Azubis, die an dem durch das europäische Förderprogramm „Leonardo da Vinci“ finanzierten Austausch teilnehmen.

In den zehn Jahren, in denen das Programm besteht, betreute Ursula Müller von der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg viele Auszubildende aus dem In- und Ausland. Sie half ihnen auch bei den ersten Schritten in anderen Ländern.

Mit Anita Hansen kam wieder eine Norwegerin durch das Austauschprogramm in Nordhessen. Sie blieb für drei Monate in Waldeck-Frankenberg. Auch sie ist froh, während ihrer Ausbildung einen Betrieb in einem anderen europäischen Land kennen zu lernen. „Außerdem ist es hier nicht so kalt ist wie in Norwegen!“ lacht sie.

Die angehende Anlagenbauerin war mit den Mitarbeitern des Sachsenhäuser Unternehmens Veltum auf unterschiedlichen Baustellen unterwegs. Ihre Freizeit nutzte Anita Hansen, um Nordhessen und Deutschland zu erleben. (nh/ber)

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