Ein Händchen für haarige Kunst

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Spiegel-Bild: Innungsbeste Nina Gülland und Saloninhaberin Marion Schumacher mit Kundin Maria Viehmann.

Waschen, schneiden, fönen: Den Umgang mit Kamm und Schere meistert Nina Gülland mit flotten Fingern, ruhigem Händchen - und mit Auszeichnung. Die junge Frau aus Allmuthshausen war Innungsbeste bei der Gesellenprüfung der Friseur-Innung Schwalm-Eder.

Ihr Handwerk erlernte sie im Salon von Friseurmeisterin Marion Schumacher im Homberger Stadtteil Holzhausen.

Nina sei sehr wissbegierig und setze Anweisungen mit viel Ruhe und Selbstbewusstsein rasch um, lobt Marion Schumacher ihre mittlerweile fest angestellte Mitarbeiterin.

Die gibt das Kompliment gern zurück: „Ich habe viel Unterstützung von der Chefin, aber auch von meinen Kolleginnen erhalten“.

Dass dahinter häufig eine wertvolle jahrzehntelange Erfahrung steht, beweist Bärbel Werner: Sie arbeitet bereits seit drei Jahrzehnten in dem Holzhäuser Friseursalon, den Senior-Chefin Anneliesel Wittich vor 63 Jahren gründete. Auch die 80-Jährige legt bei Bedarf noch tatkräftig Hand an und mag sich ein Leben ohne Waschbecken und Trockenhaube gar nicht vorstellen.

Kompetentes Fachwissen, gegenseitige Hilfsbereitschaft und die familiäre Atmosphäre in dem Familienunternehmen: Diese Faktoren einer erfolgreichen Geschäftsphilosophie sieht Nina Gülland auch als Grundlage für ihren eigenen Erfolg. So sei sie gut vorbereitet zur Prüfung angetreten, wenn auch mit dem wohl kaum vermeidbaren Lampenfieber.

Völlig unbegründet, wie sich herausstellte: Sowohl die Theorie als auch den praktischen Teil mit Damen- und Herrenhaarschnitt, färben und Make-Up meisterte sie souverän.

Früher war es die Freundin

Frisiert habe sie schon immer gern, erinnert sich die 20-Jährige. Wie in früheren Zeiten, so müssen auch heute noch Freundin, Schwester und Patentante für manches Experiment am Haar herhalten. Dabei hat die Jung-Friseurin stets die neuesten Trends im Blick. Zugleich achtet sie auf eine individuelle Beratung und ein typgerechtes Styling der Kunden.

Der „Kontakt mit netten Menschen“ und die vielseitigen Facetten ihrer Arbeit sind die Gründe dafür, dass Nina Gülland im Friseurhandwerk ihre berufliche Bestimmung gefunden hat. Im kommenden Jahr möchte die 20-Jährige ihre Meisterausbildung beginnen. (zse)

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