Handwerk sucht Lehrlinge

Der demografische Wandel hinterlässt seine ersten Spuren auch im heimischen Handwerk. Die Zahl der unbesetzt gebliebenen Lehrstellen im Bereich der Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck nimmt zu.

Das bietet allerdings auch Jugendlichen die Chance, die bislang vielleicht aufgrund nicht ganz so guter Noten keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Rund 300 Betriebe, die als Ausbildungsbetriebe bekannt sind, hat die Kreishandwerkerschaft laut Geschäftsführer Hans-Joachim Nüsse nach dem 1. August, dem Start des neuen Ausbildungsjahres, angeschrieben, um Informationen über nicht besetzte Ausbildungsplätze zu bekommen. Die Auswertung der Antworten erbrachte bislang 16 offene Lehrstellen, für die dringend noch junge Menschen gesucht werden.

Nüsse: „Und die Zahl der offenen Stellen kann sich in den nächsten Wochen noch erhöhen, da erfahrungsgemäß in der Probezeit noch einige Neuanfänger wieder ausscheiden.“ Lediglich zwei der 16 Lehrstellen würden auch über die Arbeitsagentur angeboten, ergänzte Nüsse. Für alle anderen könnten sich Interessenten bei der Kreishandwerkerschaft melden.

Deutlich sei bei den Handwerksbetrieben nach den Worten des Kreishandwerkgeschäftsführers auch spürbar, dass sie bereit sind, mehr Energie und Geld in die Nachwuchsausbildung zu stecken. Dies treffe insbesondere auf das Handwerk im Kreis Northeim zu.

40 Prozent mehr Stellen

So bieten die heimischen Handwerksbetriebe in diesem Jahr fast 40 Prozent mehr Lehrstellen an als 2012. Waren im vorigen Sommer lediglich 156 Ausbildungsplätze gemeldet, so wuchs die Zahl in diesem Jahr auf 217 und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt vergangener Jahre. Im Bereich der Handwerkskammer Hildesheim stieg die Ausbildungsbereitschaft auch, aber nur leicht um etwa zwei Prozent.

Das verdient ein Azubi

Probleme, genügend Lehrlinge zu finden, haben insbesondere das Fleischerhandwerk, das Bauhandwerk, aber auch das Elektro- und sogar das beliebte Kfz-Handwerk. Dabei sind die Ausbildungsvergütungen gar nicht schlecht, meint Nüsse. So verdiene beispielsweise ein Maurerlehrling zwischen 1028 und 1300 Euro, ein Elektroniker-Azubi zwischen 575 und 635 und ein Fleischer-Azubi zwischen 440 und 620 Euro. (goe)

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