Lage bei den Zimmerern ist gut

„Die Lage im Zimmerer-Handwerk ist gut“, erklärte der Obermeister der Zimmerer-Innung Waldeck-Frankenberg, Harald Ludwig, bei der Jahreshauptversammlung der Handwerksorganisation. Ob dies aber so bleibe, sei momentan sehr zweifelhaft.

In den vergangenen Jahren habe das Zimmerer-Handwerk sehr von den Konjunkturpakten profitiert. Mit deren Auslaufen werde sich der Umsatz jedoch spürbar abschwächen. Der Privatbau sei wieder gestiegen, aber im Allgemeinen ist die Auftragslage der Betriebe noch nicht zufriedenstellend, weiß Ludwig.

Besondere Beachtung sollte dem Fachkräftebedarf in der nahen Zukunft gelten. So ist zuletzt ein leichter Rückgang der Ausbildungszahlen im Zimmerer-Handwerk in Waldeck-Frankenberg zu verzeichnen gewesen, bedauert der Obermeister. Zurzeit absolvieren 18 Lehrlinge in Waldeck-Frankenberg eine Ausbildung zum Zimmerer. Harald Ludwig rief die Innungsbetriebe daher zu einer verstärkten Nutzung der Image-Kampagne des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks auf. Diese sei ein geeignetes Instrument zur Nachwuchswerbung. Zumal die Chancen für junge Leute gar nicht schlecht stünden, erklärte Ludwig: „Das Zimmerer-Handwerk ist ein Beruf mit Zukunft. Wer traditionelles Handwerk mit Hightech-Wissen verbinden möchte, ist hier richtig.“

Vor allem die Möglichkeit, kreativ mit den eigenen Händen tätig zu sein und zugleich abwechslungsreich eine Vielzahl von Werkstoffen und auch hochmodernen Gerätschaften zu bearbeiten, mache den besonderen Reiz des Zimmerer-Handwerks aus. Bei einer Produktpalette, die vom Gartenzaun bis zum ganzen Holzhaus reicht, findet jeder sein spezielles Aufgabenfeld.

Zudem seien die Aufstiegs-Chancen besonders gut, erklärte Ludwig: „Der Weg vom Lehrling über den Gesellen bis hin zum Zimmermeister ist ein guter und lohnenswerter. Er bietet glänzende Zukunftsaussichten, bis hin zur Selbstständigkeit.“

Thema Arbeitssicherheit

Die Zimmerleute befassten sich außerdem mit Arbeitgeberverpflichtungen im Bereich der Arbeitssicherheit. Darüber informierte Werner Langer vom Dezernat für Arbeitssicherheit des Regierungspräsidiums Kassel. Alle Innungsbetriebe bekommen demnächst das Muster einer Gefährdungsbeurteilung für den Aufbau von Fassadengerüsten zugestellt. Darüber hinaus soll eine Schulung über Unterweisungspflichten und Arbeitsschutz angeboten werden, kündigte Obermeister Ludwig an. (nh/eds)

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