Ökologisch Wirtschaften mit dem Handwerk

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Innovation der Firma Wolfram Ungermann: Mit ihrer Mikronebelmaschine garantieren die Handwerker nicht nur knusprige Brötchen, sondern vor allem eine energiesparende Herstellung der Backwaren.

Zum Welt-Umwelttag am 5. Juni wird allerorten auf die Bedeutung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit natürlichen Ressourcen aufmerk-sam gemacht.

Mit ihren innovativen Ideen leisten zahlreiche Handwerker einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz: von energieeffizienten Herstellungs- und Arbeitsverfahren bis hin zu Produkten, die natürliche Ressourcen schonen und einen aktiven Beitrag zum Erhalt unserer Erde ermöglichen.

Umweltschutz und erfolgreiches Wirtschaften ge-hen im Handwerk Hand in Hand. Denn zahlreiche Betriebe tragen dort mit ihrer täglichen Arbeit dazu bei, dass Ressourcenschonung und sinkende CO2-Belastungen keine Absicht bleiben, sondern Wirklichkeit werden. Dabei sind die Handwerksbetriebe nicht auf sich allein gestellt, sondern erhalten fachliche Unterstützung durch über 20 Kompetenz- und Umweltzentren. „Wir unterstützen die Handwerker in vielfältigen Bereichen, informieren über Chancen und Anforderungen rund um den Umweltschutz“, sagt Gabriele Poth, Leiterin des Zentrums für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf. „Wir bieten zum Beispiel Lehrgänge zu Gebäudeenergiemaßnahmen an oder beraten Betriebe, wie sie ihre CO2-Bilanz verbessern können“, so Poth weiter. Auch sonst ist das deutsche Handwerk in Sachen Umweltschutz bestens aufgestellt. „Die viel zitierte Energiewende bereitet das Handwerk schon seit 20 Jahren vor, indem es immer auf dem neuesten Stand ist und ganzheitliche Konzepte entwickelt – wie zum Beispiel bei der Häusersanierung“, erklärt Poth.

Handwerker lassen Hausbesitzer „aufatmen“

Einem ökologisch-ganzheitlichen Konzept zum Hausbau hat sich auch der Handwerksbetrieb Bau-Fritz aus dem Allgäu verschrieben. Das Familien-unternehmen ist von Energieplushäusern bis zu Passivhäusern der Experte für den Bau ökologischer Holzhäuser in ganz Europa. Die Zimmerer entwickeln stetig neue Konzepte und Bauweisen, um den ressourcenintensiven Hausbau umweltschonender zu gestalten. Dabei stehen Energieeffizienz und die Vermeidung von Schadstoffen an erster Stelle. Dafür entwickeln die bayerischen Handwerker auch Lösungen, die auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheinen: „Für unsere Bio-Dämmung an

Häusern nutzen wir ganz gewöhnliche Holzspäne als Dämmmaterial“, erklärt die Geschäftsführerin des Unternehmens Dagmar Fritz Kramer. Dieses Verfahren entspricht dem sogenannten „Cradle-to-Cradle“ Ansatz, wonach alle verwendeten Materialien wiederverwertbar sein sollen und somit buchstäblich von der „Wiege bis zur Wiege“ jederzeit dem natürlichen Umweltkreislauf wieder zugeführt werden können. Auch sonst hat der Umweltschutz bei Bau-Fritz Priorität: Das Unternehmen verzichtet bei den verwendeten Holzmaterialien komplett auf chemische Holzschutzmit-tel und belastende Schadstoffe. Dadurch können die zukünftigen Bewoh-ner der handwerklichen Öko-Häuser im wahrsten Sinne des Wortes befreit „aufatmen“.

Umweltschutz macht erfinderisch

Dass aktiver Umweltschutz auch schon am Frühstückstisch möglich ist, beweisen die Handwerker der System-Kälte-Firma Wolfram Ungermann aus dem hessischen Wetter. Denn mit ihrer Mikronebelmaschine garantieren die Handwerker nicht nur knusprige Brötchen, sondern vor allem eine energiesparende Herstellung der Backwaren. Ausgangspunkt der Innovation ist die notwendige Gärung des Brötchenteigs, der dadurch frisch und locker bleiben soll. „In gewöhnlichen Gärautomaten wird der Teig erhitzt und muss anschließend wieder stark gekühlt werden – eine Energiever-schwendung die außerdem schlecht für den Teig ist“, erläutert Geschäftsführer Wolfram Ungermann. Denn die Temperaturschwankungen von heißer zu kalter Luft lassen den Teig schnell austrocknen. Doch damit wollten sich die findigen Handwerker nicht zufrieden geben, und so war die grundsätzliche Idee für ihre Mikronebelmaschine geboren. Dabei wird der Teig während der Gärung permanent mit feinsten Nebelpartikeln bestäubt. Die so entstehende feuchte Luft kann sowohl Wärme als auch Kälte besser leiten, sodass nur ein Zwölftel der ursprünglichen Energie benötigt wird. Doch damit nicht genug: Die Nebelpartikel sind so klein, dass sie in die feinen Poren des Teigs eindringen und die Brötchen kontinuierlich befeuchten. „Dadurch werden die Brötchen richtig knusprig und goldbraun“, ergänzt der Geschäftsführer. So ermöglichen die Handwerker einen aktiven Umweltschutz, der garantiert jedem schmeckt. (www.handwerk.de)

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