Outdoor-Sportler vertrauen auf das Handwerk

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Regula Runge: Orthopädietechniker stellen für die achtfache deutsche BMX-Meisterin Schutzkleidung her.

Nervenkitzel, sportliche Herausforderung oder einfach nur die Natur genießen: Outdoor-Sportarten faszinieren Jung und Alt und vermitteln dabei ein ganz eigenes Lebensgefühl.

Sobald im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen Sportbegeisterte ins Freie locken, kommt auch das Handwerk ins Spiel: Von Kitesurfern bis zu BMX-Fahrern – im Outdoor-Sport läuft nichts ohne das fachliche Know-how und die Kreativität der Handwerker.

Mit dem Wind um die Wette fliegen oder auf Skiern pfeilschnell durch den Asphaltdschungel gleiten. Was nach phantastischen Abenteuern klingt, gehört im Outdoor-Sport zum Alltag. Damit Freiluftsportler gelegentlich abheben und auch sicher wieder landen können, benötigen sie perfekt verarbeitete Sportgeräte, aber auch die passende Schutzausrüstung. Feinwerkmechaniker, Seiler, Schuhmacher, Orthopädiemechaniker und viele weitere Handwerker garantieren Freizeitsportlern wie Profis Spaß und Sicherheit beim Sport im Freien.

Handwerklicher Schutz für die deutsche BMX-Meisterin

Zu diesen Profis gehört auch Regula Runge. Als achtfache deutsche BMXMeisterin kennt sie die pure Freude, aber auch die Risiken des Sports. Während der BMX-Rennen muss sie hügelige Hindernisstrecken überwinden. „Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h und drei Meter hohe Sprünge sind bei den Rennen keine Seltenheit. Dabei kann es auch zu Stürzen oder Kollisionen mit anderen Fahrern kommen“, berichtet die BMXMeisterin. Um sich während der Wettkämpfe perfekt zu schützen, vertraut Runge auf individuell angepasste und handwerklich hergestellte Schutzbekleidung. Das auf Orthopädietechnik spezialisierte Handwerksunternehmen Glotz aus dem schwäbischen Gerlingen fertigte mithilfe zahlreicher Gipsabdrücke hochwertige Karbon-Protektoren, die sie von den Schienbeinen bis zum Rücken vor Verletzungen schützen. „Die maßgefertigten Protektoren bieten mir umfassenden Schutz, aber auch ausreichend Bewegungsfreiheit, um spektakuläre Sprünge sicher zu meistern“, betont Runge.

Hightech Seile für Kitesurfer

Große Sprünge sind im wahrsten Sinne des Wortes auch für Kitesurfer das Maß aller Dinge. Angetrieben vom Wind gleiten die Surfer mit ihrem Kite, einer Art Lenkdrachen, auf einem Surfbrett durch die tosenden Wellen. Für die Profis der Szene sind dabei sogar Sprünge von über hundert Metern möglich. Doch damit sie auch wieder sicher im brausenden Meer landen, vertrauen Kitesurfer weltweit auf das Know-how der Handwerksfirma LIROS GmbH aus dem bayerischen Berg. Die Seiler des Betriebes fertigen mit großen Flechtmaschinen aus unzähligen Metern feinsten Garns so genannte Flugleinen, durch die die Surfer mit ihrem Kite verbunden sind. „Damit die Leinen den enormen Belastungen der stürmischen Seewinde standhalten, werden sie bei Temperaturen von bis zu 190 Grad Celsius hitzebehandelt“, erklärt Frank Gottesmann, Leiter der Abteilung Flightsport bei LIROS. Für die Kiteleinen werden ausschließlich modernste Hightech Fasern benutzt, so dass bereits Leinen mit einem Durchmesser von nur 1,6 Millimetern einer Last von bis zu 240 Kilogramm standhalten können. „Dadurch können praktisch Sportler aller Gewichtsklassen das Kitesurfen genießen“, schmunzelt Gottesmann.

Auf Skiern durch den Sommer rollen

Damit leidenschaftliche Ski- und Langlauffahrer auch im Sommer nicht auf ihr liebstes Hobby verzichten müssen, vertrauen auch sie auf das Handwerk. Die Feinwerk- und Konstruktionsmechaniker der Arno Barthelmes Zella-Mehlis GmbH sorgen mit hochwertigen Ski-Rollern dafür, dass die Sportler auch bei sommerlichen Temperaturen Fahrt aufnehmen können. „Bei der Entwicklung unserer Ski-Roller arbeiten wir eng mit den Sportlern und Trainern der deutschen Biathlon Nationalmannschaft zusammen“, erklärt Arno Barthelmes, Geschäftsführer des Handwerksbetriebes aus dem thüringischen Zella-Mehlis. Offenbar mit Erfolg: Nicht nur deutsche Stars der Biathlon Szene, wie Manuela Neuner, vertrauen den Ski-Rollern aus Thüringen. Die Handwerker statten auch die japanischen und russischen Biathlon Nationalmannschaften mit ihren „Sommer-Skiern“ aus. Doch auch für den Freizeitsport sind die Ski-Roller ideal geeignet. „Aufgrund des leichten Aluminium-Gestells und weicher Gummiräder bieten die Roller auch bei extrem hartem und unebenem Untergrund Halt und grandiosen Fahrspaß“, erläutert Barthelmes.

Damit sich Freizeit- und Profisportler auch weiterhin ihrer Sportleidenschaft widmen können, sorgen zahlreiche Handwerker mit Know-how und Erfahrung dafür, dass weder Spaß noch Sicherheit in vielfältigen Outdoor- Sportarten zu kurz kommen. (www.handwerk.de)

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