Fleischer-Innung Schwalm-Eder lässt bewerten

Pfarrer testen heimische Wurst

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Eifrig bei der Sache: Pfarrer Siegfried Paul Hohaus (Remsfeld, rechts) und Pfarrer Günter Kolbe (Berge) prüfen die Wurstwaren. Stefan Völker (links) von der Fleischer-Innung Schwalm-Eder erläutert das Bewertungsverfahren.

Ungewohnte Aufgabe für einige Pfarrer des evangelischen Kirchenkreises Homberg: Sie stellten die größte Gruppe unter denjenigen Verbrauchern, die bei der freiwilligen Selbstkontrolle 2012 des Fleischerverbandes Hessen und der Fleischer-Innung Schwalm-Eder die Wursterzeugnisse der Betriebe prüften und bewerteten.

Die Pfarrer und andere Mitarbeiter der Kirche sollten feststellen, inwieweit die nach handwerklichen Gesichtspunkten hergestellten Erzeugnisse den speziellen regionalen Kundenerwartungen entsprechen, heißt es in einer Pressemitteilung der Innung.

Die freiwillige Selbstkontrolle gehöre zu den strengsten Prüfungen für Fleischerzeugnisse, heißt es weiter. Sie findet in regelmäßigen Abständen in allen Regionen Hessens statt. Bei der jüngsten Überprüfung in Homberg wurden 80 Wurstproben aus 21 Mitgliedsbetrieben der Fleischer-Innung Schwalm-Eder bewertet.

Alle Proben werden dabei neutral in dreifacher Weise geprüft:

1. Fachrichter-Gruppen, bestehend aus besonders geschulten Sachverständigen aus Lebensmittelüberwachung und Fleischerhandwerk, prüfen die Proben unter den Gesichtspunkten Aussehen, Zusammensetzung, Konsistenz, Geruch und Geschmack. Die Prüfung erfolgt neutral und anonym, denn alle eingereichten Produkte sind lediglich mit einer Nummer versehen.

2. Eine Gruppe von Verbrauchern testet, inwieweit die Kundenerwartungen erfüllt werden.

3. Ein unabhängiges Labor in Bad Nauheim untersucht alle Proben mikrobiologisch. Damit werde ein Beleg dafür erbracht, dass die Erzeugnisse aus einwandfreien Rohstoffen unter besten hygienischen Bedingungen hergestellt wurden. Deutschland ist Weltmeister bei Wurstvielfalt und -verbrauch. So kommt man insgesamt auf über 1500 verschiedene Wurstsorten. Der durchschnittliche Wurstverzehr liegt bei 30 Kilogramm pro Kopf. (red)

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