Alex Lieber führt eine Lackiererei in Ihringshausen

Buggy wie im Kino: „Pink“ steht für Frauenpower

War früher grün: Wenn sie Zeit hat, arbeitet Alexandra Lieber an ihrem Buggy von 1981.

„Ich wollte einen eigenen Betrieb, der Pink heißt“, sagt Alexandra Lieber. Das hat auch geklappt. Drei Jahre lang führte sie mit ihrer Schwägerin Sandra Lieber eine Lackiererei, dann war an der Heiligenröder Straße in Kassel-Bettenhausen Schluss.

Der Mietvertrag wurde aufgrund eines Bauvorhabens vor Ort nicht mehr verlängert.

„Wir hatten damals kein Geld für einen Umzug“, erinnert sich Alexandra Lieber, die Alex genannt wird. Sie gab jedoch nicht auf. „Schließlich bin ich herumgefahren und habe nach einer neuen Halle gesucht.“

„Dann habe ich mich um einen Jungunternehmerkredit gekümmert“, berichtet sie. Mehrere Monate lang wurde die 400 Quadratmeter große Lagerhalle, die zu den ehemaligen Knaufhallen im Gewerbegebiet Dörnbergstraße in Ihringshausen gehört, zur Lackiererei umgebaut. Ein Sanitärbereich wurde eingebaut, eine Hebebühne und eine Lackierkabine angeschafft.

Besonders stolz ist die 41-jährige Powerfrau, die in der Kasseler Nordstadt wohnt, auf ihre selbst entworfenen Möbel aus Ölfässern. Bequeme Sitzgelegenheiten und Regale hat sie daraus gestaltet, auch die Tische bestehen aus Arbeitsplatten, die auf zwei Ölfassstützen stehen.

Kennen sich seit Jahren: Die Airbrush-Künstlerin Martina Pape (links) arbeitet mit Alexandra Lieber, die ihre Lackiererei Pink im Januar im Gewerbegebiet Dörnbergstraße eröffnete, gern zusammen.

Mit der Airbrush-Künstlerin Martina Pape aus Staufenberg-SichelnsteinarbeitetAlexandra Lieber nach wie vor eng zusammen. „Bei ihr gehen die Arbeiten nicht eher raus, bis sie ihr endgültig gefallen“, sagt die 51-Jährige über die Chefin.

Großen Wert legt die Lackiererin dabei auch auf die erforderlichen Vorarbeiten. Nach dem Ausschleifen folgt das Spachteln, dann das Füllern, das Grundieren. Im Anschluss wird nochmals geschliffen, bevor schließlich der Basislack und zwei Schichten Klarlack zum Einsatz kommen.

Von einem Buggy träumte Alexandra Lieber, seit sie Bud Spencer und Terence Hill mit ihrem vierrädrigen Strandgefährt in dem Kinofilm „Zwei wie Pech und Schwefel“ sah. Doch anders als im Kinofilm von 1974 entschied sich Alexandra Lieber nicht für die Farbe Rot. Ihr Fahrzeug Baujahr 1981, das grün war, als sie es anschaffte, lackierte sie in ihrer Lieblingsfarbe Pink.

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