Der erste Eindruck zählt

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Tipps vom Fachmann: Friseurmeister Eduard Lorenz berät Silke Hirschfeld in Fragen der richtigen Haarlänge und der passenden Frisur.

Mit sicherer Hand kämmt der Northeimer Friseurmeister Eduard Lorenz die langen Haare von Silke Hirschfeld glatt: Es geht um ihre Haarlänge. Sie schaut in einen Handspiegel, um im großen Spiegel hinter sich betrachten zu können, welche Länge der Fachmann bei ihrem Typ für richtig hält.

Silke Hirschfeld ist eine von 20 teils alleinerziehenden Müttern, die in das Berufsleben zurückkehren möchten. Deshalb nimmt sie seit Anfang des Jahres an einem Einstiegstraining teil, das von der Kompetenzschmiede Südniedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Northeimer Jobcenter organisiert wird.

Kreishandwerkerschaft

Eine wichtige Rolle dabei spielt die Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck, die zusammen mit dem Bildungsträger Mikro Partner die Kompetenzschmiede trägt: Nicht nur, weil die Fortbildung in den Räumen der Kreishandwerkerschaft an der Mauerstraße stattfindet, sondern auch, weil Handwerksbetriebe aktiv die Maßnahme unterstützen. Zu den Förderern zählt ebenfalls die AOK.

Dem Termin bei Friseurmeister Eduard Lorenz ging eine Stilberatung für das richtige Auftreten bei Bewerbung und im Beruf voraus.

Stilberatung

„Mit Ihrem Äußeren können sie Kompetenz, Intellekt, Vertrauen, Achtsamkeit und Wertschätzung vermitteln“, sagte die in Bad Gandersheim ansässige Farb-, Stil- und Imagebraterin Odila Scheuer. Die Expertin gab ihren Zuhörerinnen praktische Tipps und Hinweise - beispielsweise von der Tiefe des Dekolletés (maximal bis auf Achselhöhe) bis zur passenden Kragenform für eher runde oder längliche Gesichtsformen.

Das bis Mitte Juli befristete Projekt heißt „Unabhängig mit Arbeit“. „Wir hoffen, dass die Teilnehmerinnen beispielsweise durch die jetzt anstehende vierwöchige Praktikumsphase in Handwerksbetrieben Arbeitsstellen finden“, sagt die Geschäftsführerin der Kompetenzschmiede, Britta Olowson.

Neue Frisur

Einige Frauen wie Stefanie Abdallah haben erste Bewerbungen geschrieben. „Ich möchte gerne als Pflegerin arbeiten“, sagt die Mutter von vier Kindern im Alter zwischen acht und 14 Jahren. Leider habe sie noch keinen Erfolg gehabt.

Susann Gräfe ist bereits einen Schritt weiter. Sie möchte gerne als Tiermedizinische Fachangestellte arbeiten und beginnt jetzt einen 400-Euro-Job in einer Tierarztpraxis.

Silke Hirschfeld wäre gern im Einzelhandel im Verkauf tätig. Sie weiß, dass da ein gepflegter Auftritt gefragt ist und arbeitet deshalb konzentriert mit Eduard Lorenz an ihrer neuer Frisur. (von Hans-Peter Niesen)

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