Im Handwerk fehlen noch 50 Auszubildende

Der Fachkräftemangel trifft auch die 2000 Handwerksbetriebe im Landkreis. Für das kommende Ausbildungsjahr meldet die Kreishandwerkerschaft 50 freie Lehrstellen. Besonders im Dachdecker-, Bau- und Nahrungsmittelgewerbe könnten Plätze nicht besetzt werden.

„Diese Berufe gelten als unattraktiv, obwohl sie Karrierechancen bieten“, erklärt Thomas Müller, Pressesprecher der Kreishandwerkerschaft. Nachgefragt seien vor allem Stellen im Elektro- und metallverarbeitenden Handwerk. Derzeit zählen die Handwerksbetriebe im Kreis 12 500 Beschäftigte (Hessen: 330 700). 1037 von ihnen sind Auszubildende. Hessenweit lernen 27 522 Menschen im Handwerk.

In der Regionalkonferenz „Fachkräfte finden und binden“ haben die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg und das Berufsförderungswerk des Handwerks Antworten auf den Fachkräftemangel gesucht.

„Es gibt zwei Möglichkeiten“, sagt Frank Martin von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Entweder wird der Fachkräftemangel durch Zuzüge kompensiert, oder mehr Menschen müssen arbeiten. Bewerber aus dem Ausland in den Landkreis zu holen, sei schwierig. Sie würden oft dorthin ziehen, wo bereits andere Landsleute leben. Die Chancen, mehr Menschen in Arbeit zu bringen, seien größer. So würden jedes Jahr 27 000 ausländische Absolventen die hessischen Universitäten verlassen. Zwei Drittel von ihnen gehen laut Martin wieder in ihr Heimatland zurück. Schon vor Abschluss ihres Studiums müssten sie auf die Karrieremöglichkeiten in den Betrieben aufmerksam gemacht werden. Auch am Übergang von der Schule in den Beruf müssten die Betriebe ansetzen. Fast 19000 Schulabgänger gehen in Hessen jährlich nicht direkt in den Job. (Anke Laumann)

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