Vom Reifen zum Pinsel

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Feinfühlig: Mario Monin aus Mandern ist staatlich geprüfter Kosmetiker. 

Früher war er Industriemechaniker und hatte mit Reifen zu tun, heute sorgt er sich hauptberuflich um die Schönheit: Mario Monin ist staatlich geprüfter Kosmetiker und Visagist – ein Mann in einem klassischen Frauenberuf.

Der 33-Jährige war jahrelang beim Reifenhersteller Conti tätig, bis die Gesundheit nicht mehr mitspielte. So begannen Überlegungen für eine berufliche Alternative. Es sollte eine kreative Aufgabe sein, und er wollte viel mit Menschen zu tun haben, sagt Monin.

So kam er auf die Idee mit dem Kosmetikerdiplom. An der Brinkmann-Akademie in Bad Wildungen startete er im vergangenen Jahr die Ausbildung. Unter anderem standen Physik und Anatomie auf dem Lehrplan. Vor allem aber gab es Lernstoff in den Bereichen Maniküre, Pediküre sowie Wellness- und Gesundheitsmassage. Ein Jahr lang paukte Mario Monin an fünf Tagen in der Woche.

Am 29. September dieses Jahres hielt er schließlich das begehrte Diplom in der Hand. Und dann war er als einziger Mann unter acht Frauen Lehrgangsbester mit einem Notendurchschnitt von 1,125.

Auf die Frage, wie die Frauen auf ihn reagierten, lächelt Mario Monin. „Sie haben zuerst sehr sparsam geschaut und waren sehr verwundert und zugleich gespannt, ob ich durchhalten würde.“ Doch schon nach wenigen Tagen habe die Frauenriege gemerkt, dass ein ernsthafter Konkurrent am Werk war.

Die Reifen sind für Mario Monin längst Geschichte. Stattdessen sind Pinsel und Tinkturen sein Handwerkszeug. Neben einem Sonnenstudio, das er in Fritzlar betreibt, hat er sich mit einem Wellnessgeschäft in Mandern selbstständig gemacht. (zzp)

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