Saft aus alter Holzpresse

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200 Jahre alt: Siggi Horender hatte seine alte Apfelpresse zum Kelterfest in Bergfreiheit mitgebracht.

Vor elf Jahren wurde das Kelterfest in Bergfreiheit ins Leben gerufen. „Am Anfang waren gerade mal 30 bis 40 Leute da“, sagt Siggi Horender aus Gilsa. Er ist von Beginn an beim Kelterfest dabei, um die Äpfel der Einwohner und Besucher zu leckerem Apfelsaft zu pressen.

Dazu nimmt Siggi Horender aber nicht irgendeine Kelterpresse, sondern ein 200 Jahre altes Exemplar aus Holz. Seinen eigenen Apfelsaft füllt er ausschließlich in Holzfässer: „Denn das schmeckt am besten.“

Trester für Wildfütterung

Bevor die Äpfel jedoch in die Presse kommen, werden sie zunächst von vielen fleißigen Helfern aus dem Ort in einer alten Holzwanne gewaschen und klein geschreddert. Sogar die Wildtiere haben etwas vom Kelterfest. Nach dem Pressvorgang wird der Trester entnommen, in einem Anhänger gesammelt und zur Wildfütterung verwendet.

Zahlreiche Menschen tummelten sich am Sonntag beim Kelterfest, in und um das Dorfgemeinschaftshaus. Dort gab es nicht nur frischen Apfelsaft, sondern auch süffigen Apfelwein, der im Vorjahr angesetzt worden war. Das Kelterfest ist eine Gemeinschaftsarbeit des Schneewittchendorfes, denn jeder packt mit an. Bereits Tage zuvor hatten die Bewohner Äpfel von den Bäumen geschüttelt und aufgesammelt. Für das leibliche Wohl gab es Kaffee, selbst gebackenen Kuchen und leckere Torten. Wer es gern deftig mochte, konnte sich Speckpfannekuchen, Kürbissuppe oder Bratwurst schmecken lassen. An zahlreichen Verkaufsständen wurden handgearbeitete Dinge, wie Holzsägearbeiten, Töpferarbeiten, Glasmalerei, Kerzen, Seifen, Patchwork, Strickarbeiten herbstliche Dekorationen und vieles mehr zum Kauf angeboten. Auch selbstgemachte Liköre und Brotaufstriche erfreuten sich großer Beliebtheit. (Nadja Zecher-Christ)

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