Schreiner gestalten Lebensräume – ein vielseitiger Beruf mit Zukunft

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Der Vorstand der Schreiner Innung Kassel: (von links:) Obermeister Frank Baum, Schriftführerin Carola Stein, stellv. Obermeister und Schatzmeister Ralf Becker, Marko Kersten, zuständig für interne Organisation.

Schreiner sind auf die Bearbeitung von Holz und Holzwerkstoffen spezialisiert. Neben Holz kommen auch viele andere Materialien wie beispielsweise Metall, Kunststoff, Glas, Stein, Mineralwerkstoff und Beleuchtung zum Einsatz.

„So vielfältig wie die Werkstoffe sind auch die Produkte die ein Schreiner herstellt.“, sagt Marko Kersten von der Firma Ladenbau Kersten.  „Das Aufgabenspektrum eines Schreiners ist breit gefächert, es reicht vom Möbelbau bis hin zu Bauelementen.“ Auch Ralf Becker von der Kasseler Schreinerei Ralf Becker betont, dass das Tätigkeitsfeld eines Schreiners über den klassischen Möbelbau hinausgeht: „Möbel, Inneneinrichtungen, Küche und Bad sind nur Teilbereiche des vielseitigen Schreinerberufs. Türen, Fenster, Wintergärten, auch Parkett und Fußböden, Treppen, Wand- und Deckenverkleidungen bis hin zum Objekt- und Ladenbau fallen in den Zuständigkeitsbereich des Schreiners.“ Innenausbau, Dachausbau, Renovierung und Restaurierung – all das übernimmt der Schreiner.

Die handwerkliche Qualität und die Zuverlässigkeit, die ein in der Schreiner Innung eingetragener Meisterbetrieb dem Kunden bieten kann, bringt der Obermeister Frank Baum, Möbelwerkstätten Baum und Söhne, auf den Punkt: „Beim Schreiner muss man keine Kompromisse machen.“ Damit meint Frank Baum auch das höchste Maß an Individualität: „Wir setzen die ganz persönlichen, eigenen Vorstellungen des Kunden fachgerecht um.“ Außerdem hat der Kunde die Möglichkeit, maßgeblich an der Herstellung, am Fertigungsprozess beteiligt zu sein: „Der Kunde ist nicht nur in die Planung einbezogen, er kann während der Fertigung noch Einfluss nehmen.“ Es ist nicht unüblich, dass ein Kunde in die Werkstatt kommt, um Details wie Griffe oder Leisten direkt am Werkstück zu bemustern. „Die Maßanfertigung beim Schreiner ist nicht unbedingt teurer als der Kauf in einem Möbelhaus“, so Frank Baum, „Und der Kunde bekommt genau das, was er sich vorgestellt hat – ohne Kompromisse.“ Bei dem Beruf des Schreiners zählen vor allem handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Verständnis, Formgefühl und zeichnerisches Talent. Besonders wichtig ist Freude am Umgang mit Holz und anderen Werkstoffen. Als Obermeister der Schreiner Innung Kassel betont Frank Baum: „Die gute Ausbildung junger Menschen zum Schreiner ist den Innungsbetrieben ein besonderes Anliegen.“

Das Leistungsspektrum des Schreinerhandwerks ist in einer Broschüre der Schreiner Innung Kassel anschaulich präsentiert. Die Broschüre ist bei der Handwerkskammer Kassel, Scheidemannplatz 2 in Kassel, oder über www.schreinerinnung-kassel.de erhältlich.

Marius Möller, Tischlerei Mennickheim, Vellmar

Der Beruf des Schreiners ist beliebt, weil er besonders vielseitig ist, Spaß macht und mit Zufriedenheit erfüllt. So sieht es auch Marius Möller. Der 19-Jährige ist Auszubildender im zweiten Lehrjahr in der Tischlerei Mennickheim: „Man sieht, was man gemacht hat. Vor dem fertigen Möbelstück zu stehen, das wir für einen Kunden gebaut haben, erfüllt mich mit Zufriedenheit und großem Stolz.“

Norman Nern, Ladenbau Kersten, Kassel

Dass sich das Material eben nicht nur auf Holz beschränkt, reizt auch Norman Nern am Schreinerberuf: „Neben Holz kommen viele andere Materialien zum Einsatz. So kann ich besonders kreativ sein.“ Norman Nern (20 J.) lernt im dritten Lehrjahr bei Ladenbau Kersten und findet: „Das Schreinerhandwerk ist kreativ und zukunftsorientiert.“

Sascha Annacker, Willi Rode GmbH, Lohfelden

Das sieht auch Sascha Annacker so. Er ist 22 Jahre alt und seit zwei Jahren in der Ausbildung bei der Schreinerei Willi Rode: „Ich möchte auf jeden Fall in diesem Beruf bleiben, weil ich unbedingt etwas Handwerkliches machen will.“ Er liebt die Abwechslung, die sein Beruf ihm bietet. Wie viele andere Auszubildende hat auch Sascha Annacker vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum in seinem jetzigen Lehrbetrieb absolviert.

Mandy Schnittger, Schreinerei Werner OHG, Fuldatal

Von den vielen Möglichkeiten, die der Werkstoff Holz bietet, ist auch Mandy Schnittger (23 J), erstes Lehrjahr, Schreinerei Werner, begeistert: „Man kann mit Holz so viel machen“, schwärmt sie. „Meine Berufswahl habe ich noch keinen Tag bereut.“ Die Ausbildung zur Schreinerin ist für sie ein Glückstreffer. „Holz ist ein ‚lebendiger’, sauberer, warmer Werkstoff und besitzt eine besondere Ausstrahlung. Holz in Form zu bringen ist eine spannende Aufgabe.“

Niklas Bublak, Holzatelier Sven Grebenstein, Kassel

Der 22-Jährige Niklas Bublak, Holzatelier Sven Grebenstein, schließt im Sommer seine dreijährige Ausbildung mit der Gesellenprüfung ab und teilt die Begeisterung für den Werkstoff Holz: „Mit Holz zu arbeiten macht riesigen Spaß. Die Vielfalt ist unglaublich. Die Arbeit ist abwechslungsreich und nie langweilig.“ Auf die individuellen Kundenwünsche einzugehen und in Abstimmung mit den Kunden eigene Entwürfe umzusetzen, bereitet Niklas Bublak viel Freude.

Florian Biesel, Möbelwerkstätten Baum & Söhne, Kassel

Mit seiner Berufswahl voll zufrieden ist Florian Biesel. Er ist 20 Jahre alt und hat im Sommer 2010 seine Ausbildung in den Möbelwerkstätten Baum und Söhne begonnen. „Der Schreinerberuf ist so vielseitig. Schon während meines Praktikums bei Baum und Söhne habe ich gesehen, dass ich von meinem Lehrmeister ganz viel lernen kann.“ Florian Biesel ist von dem Werkstoff Holz und seinen unzähligen Verwendungsmöglichkeiten sehr angetan und freut sich darauf, die verschiedenen Fertigkeiten eines Schreiners zu erlernen. „Ein Schreiner braucht technisches Verständnis, geschickte Hände, räumliches Vorstellungsvermögen und viel Erfahrung für immer wieder neue Herausforderungen.“

Pascal Kirschweng, Walter Fenster + Türen, Kassel

Pascal Kirschweng ist 18 Jahre alt und absolviert sein erstes Lehrjahr im Kasseler Betrieb Walter Fenster und Türen. Auch er hat während eines Praktikums in das Aufgabenfeld eines Schreiners hineingeschnuppert. Pascal Kirschwang zeigt großes Interesse an der Arbeit mit modernen, computergesteuerten Maschinen. „Der Einsatz moderner Technik bedeutet nicht, dass die handwerklichen Qualitäten ins Hintertreffen geraten.“, erklärt er. „Die Technik unterstützt die Fertigkeiten, die wir in der Ausbildung lernen.“

Vladimir Somov, Schmidt + Brede GmbH, Kassel

Auch Vladimir Somov 25 Jahre, drittes Lehrjahr, Schmidt + Brede GmbH, macht der Schreinerberuf viel Spaß und Freude: „Die Arbeit mit Holz ist für mich das Schönste.“ (phr)

PDF der Sonderseiten Schreiner-Innung Kassel

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