Die Schreiner-Innung Kassel zeichnete die Prüfungsbesten aus und prämierte die besten Gesellenstücke

Vitrine überzeugte die Jury

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Die Prüfungsbesten: Der Schreibtischsekretär von Nicolai Hüttich (rechts, zweitbestes Ergebnis) gehört zu den Gesellenstücken der Schreiner-Innung Kassel, die in der Kasseler Bank zu sehen sind. Nadine Kersten, Marketing Kasseler Bank, und Obermeister Frank Baum freuen sich darüber, dass unter anderem auch die Gesellen Oliver Schwierz (bestes Ergebnis) und David Schäfer (drittbestes Ergebnis, von links) ihre Werke dort präsentieren.

Sie haben Zeichnungen angefertigt, gerechnet, gesägt, gehämmert und so lange an ihren Vitrinen, Tischen und unter anderem Türen gefeilt, bis sie zufrieden waren: 100 Arbeitsstunden haben die Azubis zum Schreiner beziehungsweise Tischler in den vergangenen Wochen in ihre Gesellenstücke investiert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 13 Gesellenstücke aus dem Bezirk der Schreiner-Innung Kassel sind seit Donnerstag und noch bis Freitag, 5. September, in der Kasseler Bank an der Rudolf-Schwander-Straße 1 in Kassel ausgestellt.

„Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder über die Kreativität, mit der die Auszubildenden ihre Gesellenstücke ganz individuell gestaltet haben“, sagte Frank Baum. Der Obermeister der Schreiner-Innung Kassel zeichnete jetzt gemeinsam mit Matthias Enkemeier, dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und Lehrer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, im Rahmen der feierlichen Gesellen-Freisprechung die jungen Frauen und Männer aus, die in diesem Jahr die Gesellenprüfung am besten bestanden haben.

Die Prüfungsbesten

Die meisten Punkte in den Prüfungsteilen Theorie, Arbeitsprobe und Gesellenstück hat Oliver Schwierz aus Kassel erzielt. Der Auszubildende des Berufsbildenden Gemeinschaftswerks hat eine Vitrine aus Nussbaum, Ahorn und Ziricote angefertigt. Nicolai Hüttich, ebenfalls Auszubildender des Berufsbildenden Gemeinschaftswerks, legte die zweitbeste Gesellenprüfung ab. Sein Gesellenstück, ein Schreibtischsekretär, besteht aus massiver Eiche und geölter Buche. Die dritthöchste Punktzahl erreichte David Schäfer – auch er absolvierte seine Ausbildung beim Berufsbildenden Gemeinschaftswerk.

„Die gute Form“

In der Kasseler Bank sind auch die drei Gesellenstücke zu sehen, die beim Wettbewerb „Die gute Form 2014“ am besten abgeschnitten haben. Die dreiköpfige Jury – bestehend aus der Architektin Antje Peters, Schreinermeister Olaf Nehme und Frank Baum – bewertete die Gesellenstücke und verlieh Oliver Schwierz, 18, aus Kassel den ersten Preis, der mit seiner Vitrine auch Prüfungsbester geworden ist. „Die wohl proportionierte, fast architektonisch anmutende Vitrine aus dunklem Nussbaum geölt mit zwei Schubladen aus Ziricote und Ahorn verdient in diesem Jahr den ersten Platz in der Auswahl der Gesellenstücke“, lautete das Urteil der Jury über das Gesellenstück .

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Der zweite Preis ging an Christoph Wagner, Auszubildender des Berufsbildungswerks Nordhessen. Der 22-Jährige aus Baunatal hat einen Esstisch aus klarlackierter Esche angefertigt mit zwei Schubladen und einer Platte, die mit einer Schiefernachbildung beschichtet ist. „Ein Möbel für den zweiten Blick: Hier hatte jemand den Mut, gerade Bahnen zu verlassen und ein spezielles Verfahren des Wasserdampf-Holzbiegens auszuprobieren“, lobte die Jury.

Den dritten Platz belegte Sarah Pahl aus Fuldabrück. Die 22-Jährige absolvierte ihre Ausbildung in der Holzmanufaktur von Berlepsch und entschied sich für einen Massagetisch als Gesellenstück. Hier wurden im Gestell die Materialien Palisander und Ahorn kombiniert, die Liegefläche ist rot aufgepolstert. Zwei tiefe Schubladen dienen als Stauraum für Massage-Utensilien. „Details wie das abnehmbare Kopfteil oder verschiebbare Holzroste im Fußraum wirken modern und erfrischend“, so die Jury.

Zudem erhielt Nicolai Hüttich, Auszubildender des Berufsbildenden Gemeinschaftswerks in Kassel, eine Anerkennung für seinen Schreibtischsekretär.

Neben dem Gesellenbrief bekamen die Preisträger Urkunden und Buchpreise von der Schreiner-Innung Kassel sowie Geldpreise von der Kasseler Bank und der W.& L. Jordan GmbH.

Ausstellung

Die Gesellenstücke werden noch bis zum 5. September in der Kasseler Bank ausgestellt, Rudolf-Schwander-Straße 1 in Kassel. Die Ausstellung ist zu den Geschäftszeiten (montags bis mittwochs von 8.30 bis 16.15 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr und freitags von 8.30 bis 15 Uhr) zu besichtigen. (pri)

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