Schüler aus Bebra schnuppern bei der Kreishandwerkerschaft in die Arbeitswelt hinein

Begeistern fürs Handwerk

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Auf dem Weg zum eigens hergestellten Handy-Stuhl heißt es Bohren und Feilen: Yannick Koch übt sich im Beruf des Metallbauers.

Grüne und gelbe Lockenwickler stapeln sich neben dem Frisiertisch, unzählige Haarspangen und Klemmen liegen bereit. „Wir üben gerade Hochsteckfrisuren“, erklärt Azize Celik, Friseurmeisterin aus Bebra.

Sichtlich begeistert von ihrem Beruf erläutert sie den acht Schülerinnen, wie sie die Haare am besten eindrehen können.

So viel Leidenschaft scheint anzustecken, denn die Mädchen hören aufmerksam zu und versuchen dann ihrerseits die besten Ergebnisse an ihren Frisier-Übungsköpfen zu erzielen. „Das ist der dritte Beruf, den ich hier kennenlernen durfte“, sagt Lara Blackert. „An Friseurin gefällt mir, dass ich die Menschen mit einer schönen Frisur glücklich machen kann.“ Neben dem Friseur-Beruf üben sich zeitgleich in anderen Räumlichkeiten Jugendliche als Bäcker, Fleischer, in Gesundheitsberufen und als Metallbauer. Sie alle nehmen an den Tagen der Berufsorientierung der Kreishandwerkerschaft in Bad Hersfeld teil.

Berufe in der Praxis

„Wir wollen die jungen Leute für das Handwerk begeistern“, sagt Alexandra Nieding, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft. Zwei Wochen dauert die Berufsorientierung. Zurzeit sind rund 70 Achtklässler der Brüder-Grimm-Gesamtschule aus Bebra in den Räumen und Werkstätten der Kreishandwerkerschaft, um Berufe und deren Praxis kennenzulernen.

Dabei können die Schüler in drei Berufsfelder ihrer Wahl hinein schnuppern. Das Spektrum reicht dabei etwa von Maler und Lackierer über Tischler bis hin zu Kfz-Mechatroniker. Doch auch nicht klassische Handwerksberufe werden den Jugendlichen vorgestellt. „Wir haben den Strauß an Angeboten im Laufe der Jahre ein bisschen bunter gemacht“, sagt Alexandra Nieding.

Seit nunmehr fünf Jahren gibt es die Berufsorientierung der Kreishandwerkerschaft. Ein wichtiges Instrument, um Jugendliche näher an das spätere Berufsleben zu bringen. Denn der Übergang von Schule in Ausbildung soll so erleichtert werden.

Im Jahr kommen etwa 320 Schüler aus dem gesamten Kreisgebiet, die sich in den praxisnahen Werkstätten ein konkretes Bild von verschiedenen Berufen machen können. Praxisnähe und Selbermachen wird dabei großgeschrieben.

Und so nimmt am Ende neben dem Zertifikat über die persönlichen Stärken und Schwächen sowie individuellen Fertigkeiten und Fähigkeiten jeder viele Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause. (Astrid Schleif)

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