100 Schüler zeigen ihre Projektarbeit

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Hans-Viessmann-Schule: Viktor Galaida aus dem Berufsgrundbildungsjahr am „Empfang“.

Zwischen der metallgewerblichen Abteilung der Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg und den regionalen Metall verarbeitenden Betrieben aus Handwerk und Industrie hat auch in diesem Schuljahr wieder ein umfangreiches kooperatives Projekt stattgefunden.

Beteiligt waren aus circa 35 Betrieben etwa 100 Auszubildende der Berufe Werkzeug-, Zerspanungs-, Industrie-, Fertigungsmechaniker, Maschinen- und Anlagenführer sowie Technische Zeichner und das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) Metall und die Berufsfachschule Metall der Hans-Viessmann-Schule.

Die Auszubildenden des ersten Lehrjahres haben in ihren Betrieben jeweils einen Schraubstock angefertigt. Das Projekt bestand aus zwei Phasen. In der ersten Phase (Mitte November bis Mitte Dezember 2010) waren ausschließlich manuelle Arbeiten erledigt worden. In der zweiten, wesentlich umfangreicheren Phase (Februar bis Mai 2011) wurden die maschinelle Fertigung und die Montage ausgeführt. Die Ergebnisse der Arbeiten konnten jetzt auf einer Ausstellung präsentiert werden.

Den Auszubildenden machte die Projektarbeit Spaß. Sie hoben die Effektivität hervor: „Das Projekt passt optimal in den Unterrichtszusammenhang des ersten Ausbildungsjahres. Gut ist, dass die Theorie, die in der Schule vermittelt wurde, zeitnah in die Fachpraxis umgesetzt wurde. Das war eine willkommene Abwechslung im fachbezogenen Berufsschulunterricht“, meint Sascha Hoidem, der im ersten Ausbildungsjahr Zerspannungsmechaniker lernt.

Durch das Erstellen einer Präsentationsmappe und das Anfertigen von Kompetenzdiagrammen konnten sich die Auszubildenden einen guten Überblick über ihren eigenen Leistungsstand verschaffen. Auch in diesem Jahr ist selbst gesteuertes Lernen in den Unterricht integriert. Dabei nutzen die Auszubildenden Lernlandschaften (Fachinformationen und Aufgabenstellungen zum Projekt), die die Grundlagen der Lernfeldinhalte bilden. Das Konzept basiert auf einer selbst organisierten Arbeitsweise der Schüler mit den theoretischen Unterlagen. Der Lehrer übernimmt zunehmend Coaching-Funktionen und berät die Schüler individuell. „Diese Kooperation zwischen Ausbildungsbetrieben und Berufsschule ist hessenweit einzigartig“, hob der zuständige Abteilungsleiter der Berufsschule, Matthias Bank, hervor.

Aufgrund der bisher guten Erfahrungen von Betrieben, Auszubildenden und der Berufsschule ist auch für das nächste Jahr wieder ein solches kooperatives Projekt geplant. (yfe)

Internet: www.viessmann-schule.de

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