Schutz vor Sturmschäden

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Vorsorge: Einmal jährlich sollte eine Dachprüfung vom Fachbetrieb vorgenommen werden.

Jedes Jahr in den stürmischen Herbst- und Wintermonaten erschrecken Meldungen von Sturmschäden und abgedeckten Dächern.

Die Dachdecker-Innung Kassel, zu der die Betriebe in den Landkreisen Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Kassel sowie Teile von Hersfeld-Rotenburg gehören, hat das Thema Vermeidung von Sturmschäden aufgegriffen und zu einem Seminar in Borken eingeladen. Das Thema Sturmschäden und deren Vermeidung soll in Zukunft vermehrt in Kundeninformationen und Beratungen berücksichtigt werden, sagte Obermeister Horst Wagner. Daneben sollen die Innungsfachbetriebe der Dachdecker-Innung den Kunden auch konkrete Lösungsmöglichkeiten anbieten.

Hier geht es zu den Interviews mit den Innungs-Obermeistern

Nach der vor wenigen Jahren überarbeiteten „Wind-Norm“ ist das Bundesgebiet in vier Windlastzonen aufgeteilt. Die Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks geben exakt vor, welche Sicherungsmaßnahmen in welcher dieser Zonen bei welcher Dacheindeckung für jetzt erstellte Dächer zu treffen sind. Die Palette reicht von den Vorgaben zur Befestigung der Unterkonstruktion (Nägel, Schrauben) bis zur Verschraubung und/oder der Verklammerung der Eindeckungselemente mit speziellen Sturmklammern. Gerade im Bereich der seitlichen Dachabschlüsse sowie auf der windabgewandten Seite ist die Gefahr von Sturmschäden am größten. Denn nicht der Winddruck ist die Ursache für kapitale Dachschäden, sondern der enorme Windsog. Fehlt die entsprechende Windsogsicherung nach den Dachdecker-Fachregeln, können schon wenige Dachziegel, die vom Sturm abgehoben werden, der Auslöser für ein nachfolgend komplett abgedecktes Dach werden.

Die vernachlässigte Dachwartung ist ein weiteres Risiko bei Stürmen. Fehlende Windsogsicherungen oder kleine Mängel an der Eindeckung können im Rahmen einer jährlichen Dachüberprüfung vom Innungsfachbetrieb zuverlässig aufgespürt werden. Einmal im Jahr, so Horst Wagner, soll das Dach von einem Fachmann in Augenschein genommen werden. (nh)

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