Sie sind aus starkem Holz

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Freigesprochen: Zehn Tischler und sechs Holzbearbeiter erhielten ihre Gesellenbriefe beziehungsweise Abschlusszeugnisse im Korbacher Berufsbildungszentrum überreicht.

„Aus welchem Holz bist du geschnitzt?“ Diese Frage bezieht sich nicht nur auf den gleichnamigen Leistungswettbewerb des Bundesverbandes Tischler/Schreiner.

Obermeister Karl-Martin Füllgraf (Bad Arolsen) stellte sie auch den zehn Tischlern und sechs Holzbearbeitern bei der Freisprechungsfeier der Tischler-Innung im Korbacher Berufsbildungszentrum (BBZ) des Handwerks.

„Ich bin mir sicher, dass die Antworten sich auf sehr festes und starkes Holz beziehen würden“, betonte Füllgraf. Den Tischlern stünden vielfältige Möglichkeiten offen. „Der Besuch der Meisterschule mit dem Ziel der Meisterprüfung sowie die Weiterbildung zu anderen handwerklichen Führungspositionen wie dem Betriebswirt oder dem Techniker“, betonte Füllgraf. Man könne sich über die Fachhochschule zum Architekten und im Design-Bereich weiterentwickeln. „Nutzen Sie die Chancen, die das Leben Ihnen bietet, dann werden auch alle anderen feststellen, aus welchem Holz wir Tischler geschnitzt sind“, betonte Füllgraf.

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Korbachs Stadtrat Reinhard Müllenhoff betonte: „Sie haben es nun schwarz auf weiß: Sie verstehen Ihr Fach“. Die Anforderungen seien hoch gewesen, es habe viel Theorie zu pauken gegeben, aber alle hätten es geschafft. „Bleiben sie ihrem Beruf und damit dem Handwerk treu“, appellierte Müllenhoff.

Die Gesellenprüfung bestand aus drei Teilen. Die theoretische Prüfung befasste sich mit dem Thema „Ferienwohnung“. Es ging um folgendem Kundenauftrag: Lieferung und Montage von Türen, Entwurf, Planung und Herstellung der Garderobenmöbel, Montage der Einbauküche, Herstellung der Schlafzimmermöbel und Verlegen des Fußbodens. In der praktischen Prüfung galt es, einen Rollwagen zu erstellen. Ihre, teilweise sehr originellen, Gesellenstücke stellten die Jung-Tischler nach eigenen Entwürfen in den Betrieben her.

Ausstellung in Sparkasse

Werner Schmal (Schulleiter der Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen) sagte: „Die Betriebe haben sich intensiv und erfolgreich um die gute Ausbildung bemüht.“ Karlheinz Göbel (Sparkasse Waldeck-Frankenberg) appellierte an die Nachwuchskräfte: „Fachkräfte werden überall gebraucht. Deshalb vergessen Sie nicht, Ihre gute Position jetzt mit Engagement und Fortbildung weiter auszubauen“. In der kommenden Woche werden in der Korbacher Sparkassen-Filiale (Bahnhofstraße) ausgezeichnete Gesellenstücke ausgestellt.

Der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschuss Wolfgang Führer überreichte die Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse und sagte: „Es geht nicht darum, einen Job abzureißen, sondern darum, sich einzubringen, eine Erfüllung und Freude im Leben zu haben.“ (nz)

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