Strabag bietet Kooperation an

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Stein auf Stein: In der Lehrwerkstatt des Baukonzerns Strabag in Bebra lernen junge Leute das Handwerk.

Der Baukonzern Strabag will in der zum Unternehmensverbund gehörenden Kirchner-Lehrwerkstatt in Bebra künftig verstärkt Straßen- und Tiefbaufacharbeiter sowie Baugeräteführer ausbilden.

Ihre rund dreijährige Ausbildungszeit sollen die Nachwuchskräfte aber nicht nur in der Lehrwerkstatt in Bebra, sondern praxisnah auch auf Baustellen in der Umgebung absolvieren. Darüber hinaus besuchen die Auszubildenden die jeweiligen berufsspezifischen Berufsschulen im Umfeld in Kassel, Meiningen, Weimar sowie die überbetrieblichen Ausbildungsstätten in Kassel, Frankfurt und Walldorf/Thüringen, kündigte das Unternehmen an.

„Unsere Anforderungen an die Auszubildenden sind andere als die der örtlichen Bauunternehmen“, erklärt Strabag-Arbeitsdirektor Karsten Richter. Die Nachwuchskräfte sollen schon frühzeitig darauf vorbereitet werden, auf Baustellen in ganz Europa eingesetzt zu werden. Trotzdem spreche nichts dagegen, auch mit der Lehrbaustelle des heimischen Baugewerbes, die ebenfalls in Bebra ist, zu kooperieren. „Wo wir uns ergänzen können, spricht nichts dagegen“, sagt Richter.

Horst Groß und Karsten Richter

In der Vergangenheit hatte es auch Kritik seitens der örtlichen Bauunternehmen gegeben, dass die zum Strabag-Konzern gehörende Firma Kirchner eine eigene Lehrwerkstatt betreibt. „Ich bedauere, dass die Kirchner-Azubis nicht auch bei uns sind“, sagt Kreishandwerksmeister Claus Stöcker, der selber Chef einer Baufirma in Bebra ist. Derzeit werden 62 Azubis auf der Lehrbaustelle im Hoch- beziehungsweise Tiefbau ausgebildet.

„Je mehr Azubis auf der Lehrbaustelle ausgebildet werden, desto besser lässt sich die Einrichtung auch refinanzieren.“ Dennoch zeigt Stöcker auch Verständnis für die Haltung der Strabag, da deren Auszubildende viel auswärts eingesetzt werden müssen.

Ziel: Zehn Prozent Azubis

Am Standort Bebra verfügt der Strabag-Konzern mit der Lehrwerkstatt für gewerbliche Bauberufe außerdem noch über das vor zwei Jahren eingerichtete Kaufmännische Ausbildungszentrum (KABZ). Nach eigenen Angaben hatte die Strabag im Jahr 2010 455 Auszubildende. Mittelfristig strebe der Konzern in Deutschland eine Ausbildungsquote im Verkehrswegebau von zehn Prozent an. (kai)

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