Superstar in der Backstube

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Ein Bäckermeister mit einem Auszubildenen beim Brezelschlingen: Auf der Suche nach geeigneten Lehrlingen beiweisen die Handwerksbetriebe Kreativität.

Die Schere zwischen der Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen und der Bewerber dafür geht immer weiter auf: Auch im Landkreis wird es schwieriger für die Betriebe, Auszubildende für ihre Lehrstellen zu finden.

Da lassen sich manche Unternehmer pfiffige Ideen einfallen: „Plücker sucht den Superstar“ heißt es beispielsweise auf den Brötchentüten der Alrafter Bäckerei. Zum Casting wird nach schriftlicher Bewerbung eingeladen. Und wer den Recall schafft, kann seine Ausbildung zum Bäcker oder zur Bäckereifachverkäuferin zum 1. August antreten.

Aber „leider“ werde das Handwerk von Jugendlichen als „wenig cool“ empfunden, erklärt Silke Nagel von der Kreishandwerkerschaft.

Dabei geht auch die Interessenvertretung der heimischen Handwerker mit der Zeit: Bei Facebook informiert sie unter dem Titel „Zukunft Waldeck-Frankenberg – Kreishandwerkerschaft“ über die Aktivitäten und Perspektiven zur Ausbildung im heimischen Handwerk.

Besser als im Kammerbezirk

Positives meldet die Handwerkerschaft noch zur Zahl der der neu abgeschlossenen Lehrverträge: 2010 lag sie um zehn Prozent höher als im Vorjahr. Damit liege Waldeck-Frankenberg über der Entwicklung im Handwerkskammer-Bezirk Kassel.

Am beliebtesten sind nach wie vor einige wenige Berufe. Nagel zählt dazu den Kraftfahrzeugmechatroniker, Friseure oder Friseurinnen, Maler und Lackierer, Elektroniker der unterschiedlichen Fachrichtungen und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Aber auch die Ausbildung als Tischler und Metallbauer werde häufig nachgefragt.

Nagel verweist darauf, dass es im Handwerk im Kreis gute Karriere-Perspektiven gebe. Denn wer erfolgreich arbeite, könne durchaus Chef im Betrieb werden. Denn viele Betriebsinhaber hätten Mühe haben, Nachfolger für ihr Unternehmen zu finden. (Jörg Schade und Bernd Schünemann)

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