Tischler des Prüfbezirks Waldeck experimentierten bei ihren Gesellenstücken

Unendliche Möglichkeiten

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Sie überzeugten mit ihren originellen Gesellenstücken: die Tischler des Prüfbezirks Waldeck wurden verabschiedet.

Vielfältig, einfallsreich und doch funktional - die Gesellenstücke der frisch gebackenen Tischler des Prüfbezirks Waldeck bestätigen die Kriterien, die den Tischlerberuf ausmachen.

Anstrengung, Kreativität und Fleiß haben die ehemaligen Auszubildenden laut Obermeister Karl-Martin Füllgraf investiert, um das „dicke Brett“ Ausbildung zu bohren.

Dass Innovation und Tradition sich nicht ausschließen müssen, zeigten die in der Willinger Kurgartenhalle ausgestellten Gesellenstücke. Ein großes Lob sprach der stellvertretende Leiter der Bad Wildunger Holzfachschule Michael Bücking aus. „Einige Stücke sind vom Entwurf und vom handwerklichen Geschick schon fast auf Meisterniveau“, sprach der Meister, Ingenieur und Sachverständige seinen Respekt aus.

„Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel richtig einschlagen können die wenigsten“. Füllgraf bediente sich dieses Zitats des norwegischen Schriftstellers Henrik Ibsen, denn auch wenn die Jung-Gesellen die Welt vielleicht nicht verbessern wollen, sie können sie auf jeden Fall verschönern.

Der Werkstoff Holz bietet in Kombination mit Metallen und Glas unendliche Möglichkeiten. Diese unendlichen Möglichkeiten in eine besonders schöne Form gebracht haben die Gewinner des von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg gesponserten Wettbewerbs „Die gute Form“. Der Filialleiter der Willinger Geschäftsstelle Holger Schmidt überreichte Geldgeschenke an Sebastian Stell (Ausbildungsbetrieb Andras Daum, Ober-Werbe), dessen Eichenkommode zwar nicht ganz den Kriterien des Wettbewerbs entsprach, aber die Jury trotzdem zu einer Belobigung hinriss. Den zweiten Platz sicherte sich Tim-Ricardo Lenz (Tischlerei Schmalz, Korbach) ebenfalls mit einer Kommode aus Eiche, deren symmetrische Linienführung und Materialmix überzeugte.

Marco Butterweck, der von seinem Großvater Heinz Butterweck in dessen Betrieb in Neerdar ausgebildet wurde, überzeugte Jury, Prüfungskommission und Berufsschullehrer auf ganzer Linie. Er war sowohl der beste Auszubildende, was seine handwerklichen und theoretischen Fertigkeiten anging als auch seine schulischen Leistungen. Seinen Hängeschrank, der den Preis „Die gute Form“ gewann, bezeichnete Jurymitglied Michale Bücking als Zierde für jede Diele. In den theoretischen Prüfungen mussten die Auszubildenden ein Lehrerzimmer ausstatten und im praktischen Teil ein Erste-Hilfe-Schränkchen innerhalb einer vorgegebenen Zeit anfertigen.

Beim Gesellenstück konnten sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen. So entstand neben Kommoden, Schreibtischen und Hängeschränken auch ein Schrank, der extra für Billardqueues und Zubehör angefertigt wurde.

Sie haben ihre Prüfung bestanden

Holzbearbeiter: Judina Vesnic und Tim Wille (beide BBW, Bad Arolsen).

Tischler: Marco Butterweck (Heinz Butterweck, Neerdar), Timo Compart, David Dick, Sebastian Homberger, Konstantin Porozov, Frank Schmith (alle Berufsförderungswerk des Handwerks, Korbach), Arthur Elert (Voigt GmbH, Waldeck), Aline Engelhard (Friedrich Knipp, Twiste), Alexander Enzel (Schreinerei Isenberg, Sachsenhausen), Tim-Ricardo Lenz (Tischlerei Schmalz, Korbach), Christian Mertens (Zimmermann, Eber-Ense), Philipp Rose (BBW, Bad Arolsen), Nick Schäfer (Schulze GmbH, Usseln), Jan Schlömer (Dirk Schlömer, Flechtdorf), Sebastian Stell (Daum, Ober-Werbe), Maximilian Werner (Becker, Bad Arolsen) (Von Heike Saure)

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