Tradition trifft auf Innovation

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Azubi: Am 1. August hat David Martin seine Ausbildung als Metallbauer bei der Firma Rehbein begonnen.

Werra-Meißner-Kreis. Von der Planung über die Konstruktion und der Fertigung bis zur Instandhaltung und der Reparatur: Die Arbeiten im Metallbau sind vielseitig und komplex.

„Keine Arbeit ist wie die andere, sondern immer sehr individuell und besonders“, erklärt Horst Rehbein, Obermeister der Metall-Innung im Werra-Meißner-Kreis, und Geschäftsführer der Firma Metallbau Rehbein in Waldkappel. Nachwuchs und Auszubildende sind in seiner Firma sehr wichtig: „Wir haben aktuell 16 Mitarbeiter, unsere Lehrlinge sind unser Nachwuchs, alle haben gute Chancen übernommen zu werden“, so Horst Rehbein.

Aber nicht nur bei Metallbau Rehbein sind junge Leute wichtig, auch in den anderen Firmen hat man als Metallbauer heute und in Zukunft gute Chancen. Seit dem 1. August 2015 macht David Martin aus Eschwege seine Ausbildung zum Metallbauer mit der Fachrichtung Konstruktionstechnik in Waldkappel. Über Facebook hat David Martin von der freien Ausbildungsstelle erfahren, danach sofort seine Unterlagen eingereicht und bekam ein dreimonatiges Praktikum angeboten. „Schon im Praktikum wurde ich gefragt, ob ich die Ausbildung machen möchte, darüber habe ich mich sehr gefreut“, erklärt der 18-Jährige. „Ein Praktikum vorab ist für beide Seiten sehr wichtig, für uns um die jungen Leute kennenzulernen, und für die Jugendlichen um zu sehen, ob die Arbeit überhaupt etwas für einen ist“, so der Obermeister.

Voraussetzungen

Für eine Lehre als Metallbauer sollte man einen guten Hauptschulabschluss mitbringen, guten Menschenverstand, gute Kenntnisse der Grundrechenarten und natürlich etwas handwerkliches Geschick. „Wir würden uns auch über Mädchen in der Ausbildung freuen, der Job ist auf jeden Fall keine reine Männerdomäne“, berichtet Rehbein. Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildungszeit, mit mittlerer Reife kann man bis zu ein Jahr verkürzen. In den Beruflichen Schulen in Eschwege findet die theoretische Ausbildung statt. Außerdem muss man rund sieben Mal zu einer überbetrieblichen Ausbildung nach Bad Hersfeld, wo es verschiedene Kurse gibt, so zum Beispiel zum Schweißen, Metallgestaltung oder Klebe- und Kunststofftechnik.

Verschiedene Werkstoffe

In den metallverarbeitenden Betrieben wird mittlerweile auch viel mit anderen Werkstoffen wie Holz oder Glas gearbeitet. „Glas verarbeiten wir sehr viel, egal ob in Treppen, Geländern oder Dachkonstruktionen“, erläutert Horst Rehbein. Nicht nur mit den Werkstoffen ist die Arbeit als Metallbauer individuell: „Jeder Auftrag ist anders und schon in der Ausbildung wird man bei uns in allen Bereichen eingesetzt“, so Rehbein weiter. „Mir macht es großen Spaß, dass man nicht jeden Tag die gleiche Arbeit macht, sondern dass es sehr abwechslungsreich ist“, so der Auszubildende.

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Dass man sich auch richtig kreativ austoben kann, zeigen die Kunstwerke, die die Firma Metallbau Rehbein in den vergangenen Jahren gefertigt hat. Riesige Dinosaurier, Palmen oder Gartendeko aus Metall zieren das Gelände des Familienbetriebs, der 1921 gegründet wurde und mittlerweile in der vierten Generation betrieben wird.

Nach der Ausbildung hat man gute Chancen auf einen Job, man kann sich aber auch gut weiterbilden, egal ob Meister, Techniker oder mit einem Studium, zum Beispiel im Bereich Fassadentechnik. (sb)

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