Die Tradition weitertragen

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Stolz, und das zu Recht: Auch Jonas Klinger aus Frankenberg empfing einen der Meisterbriefe. Eberhard Bierschenk, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Kassel (links) und Michael Bücking, Fachbereichsleiter Holzbearbeitung an der Holzfachschule Wildungen, gratulierten.

„Wenn Sie künftig mit berechtigtem Stolz Ihren Meisterbrief an der Wand hängen sehen, dann werden Sie sicher oft an die Zeit in Bad Wildungen zurückdenken, an das Leben und Lernen auf dem Holzfachschul-Campus“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Holzfachschule Karl Georg Dallmöller.

99 Führungskräfte – unter ihnen drei Frauen – der Holzwirtschaft aus ganz Deutschland wurden freigesprochen und erhielten ihre Meisterbriefe. Es waren 44 Tischlermeister, 19 Modellbaumeister, sieben Industriemeister Holzverarbeitung, fünf Industriemeister Holzbearbeitung, fünf Technische Kaufleute und 19 staatlich geprüfte Techniker.

Björn Sänger, FDP-Bundestagsabgeordneter, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Handwerks für den Wirtschaftsstandort Deutschland als wichtigsten Zweig mit 989 000 Betrieben; ein gutes Drittel aller Auszubildenden würden im Handwerk ausgebildet. Sänger zeichnete ein optimistisches Bild, es sei für die neuen Handwerksmeister gut zu wissen, dass zwei Drittel des wirtschaftlichen Aufstiegs vom Binnenkonsum getragen werden. „Das sind gute Bedingungen für Existenzgründungen und für Karrieren in Unternehmen“. Für die jungen Meister sei ständige Weiterbildung wichtig, denn „wer aufhört, besser werden zu wollen, der wird nicht gut bleiben“.

Leistungsfähig und kreativ

In einen Grußwort sagte Bürgermeister Volker Zimmermann, der Grund, weshalb in den letzten Jahren wirtschaftliche Krisen in Deutschland besser überstanden wurden als bei den europäischen Nachbarn, sei insbesondere der hohen Leistungsfähigkeit und der Kreativität der Unternehmen zu verdanken. Daran hätten Qualitäts-Bildungseinrichtungen wie die Bad Wildunger Holzfachschule einen großen Anteil.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Kassel, Eberhard Bierschenk, sagte, mit der Entscheidung zur Meisterprüfung hätten sich die Absolventen einer anspruchsvollen Aufgabe gestellt und sich zugleich persönlich bereichert. Thomas Wendt, Vorsitzender des Ausschusses Berufsbildung im Bundesinnungsverbandes des Deutschen Modellbauer-Handwerkes, forderte, den Meistertitel mit Stolz, aber ohne Überheblichkeit zu tragen. Und: „Tragen Sie die Tradition des Handwerks weiter und vermitteln Sie, wie modern unser Berufsstand ist“.

Glückwünsche für die Meister kamen stellvertretend für alle ehemaligen Holzfachschüler vom zweiten Vorsitzenden des Vereins „Technischer Kaufmann der Holzwirtschaft Bad Wildungen“, Dirk Wunderlich: „Sie haben bewiesen, dass Sie etwas leisten können und wollen, und denken Sie immer daran: Wir Holzwürmer müssen zusammenhalten“.

Für Gesang sorgte bei der Verabschiedung Tatjana König, begleitet von Galina Schlegel am Klavier, mit „Summertime“ und „Time to say Goodbye“. (zcm)

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